WWF fordert mehr Schutz für die Gletscher

Innsbruck, Wien – Bagger wühlen sich durch das meterdicke Eis – auf 3000 Metern Höhe am Gletscher im hinteren Pitztal. Zu sehen ist das auf ...

"Im Sommer werden Skigebiete oft zu Großbaustellen", warnt die Umweltschutzorganisation angesichts der Bilder aus dem Pitztal.
© WWF

Innsbruck, Wien –Bagger wühlen sich durch das meterdicke Eis – auf 3000 Metern Höhe am Gletscher im hinteren Pitztal. Zu sehen ist das auf Aufnahmen des WWF, der diese gestern veröffentlichte. Angesichts der Bilder warnte die Umweltschutzorganisation vor den Auswüchsen des Wintertourismus und plädierte für mehr Gletscherschutz – ausnahmslos.

„Im Sommer werden Skigebiete oft zu Großbaustellen“, kritisiert Josef Schrank, Landschaftsökologe im Dienst des WWF Österreich. „Im Wettkampf um neue Werbe-Superlative bedeutet moderner Wintertourismus heute enorme Eingriffe in die Natur, noch dazu mit großem Energie- und Ressourceneinsatz.“ Wegen der ständigen Vergrößerung der Tourismusgebiete bliebe von einer intakten Natur nicht mehr viel übrig. Bemängelt wird auch die Baustelle an der Bergstation der Wildspitzbahn auf 3440 Metern Höhe, wo derzeit, wie berichtet, ein Skiweg vergrößert wird.

Um die letzten unberührten hochalpinen Gebiete vor Verbauung zu bewahren, macht sich der WWF für klare rechtsverbindliche Ausbaugrenzen stark. Schrank: „Zu oft werden Baumaßnahmen gegen geltende Schutzbestimmungen durchgesetzt, indem etwa von der Behörde eine Ausnahmebewilligung erteilt wird. Diese fragwürdige Praktik muss ein Ende haben.“

Die Organisation wiederholt ebenfalls die Forderung, die Skigebietserweiterung Pitztal-Ötztal zu stoppen. (TT)

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