Australische Wirtschaft mit geringstem Wachstum seit Finanzkrise

Experten rechnen damit, dass das Wachstum in Australien auch in den kommenden Quartalen unterdurchschnittlich ausfallen wird.

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© Visions of Vienna - Ken Butti

Sydney – Die erfolgsverwöhnte australische Wirtschaft bekommt die weltweite Konjunkturabkühlung zu spüren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im zweiten Quartal mit 1,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum so langsam wie seit der globalen Finanzkrise vor einem Jahrzehnt nicht mehr, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten des Statistikamtes hervorgeht.

Die Verbraucher hielten sich beim Konsum zurück, während Staatsausgaben und Exporte zulegten. Australien hat seit mehr als einem Vierteljahrhundert keine Rezession mehr erlebt - kein anderer großer Industriestaat kommt auf eine so lange Erfolgsserie.

Starker Gegenwind

Experten rechnen aber damit, dass das Wachstum auch in den kommenden Quartalen unterdurchschnittlich ausfallen wird. „Es gibt starken Gegenwind durch ein schwaches Lohnwachstum und von der Produktivität, was den Konsum belastet“, sagte Ökonom Andrew Hanlan von der Bank Westpac. „Die Weltwirtschaft wächst langsamer und die Abwärtsrisiken haben sich verstärkt.“

Die Zentralbank dürfte Volkswirten zufolge im Herbst angesichts der eingetrübten Aussichten ihre Zinsen auf ein Rekordtief senken, um mit billigerem Geld Investitionen und Konsum anzuregen. Sie hatte zuletzt auf die negativen Folgen des Handelsstreits zwischen den weltgrößten Volkswirtschaften USA und China hingewiesen. Beide Länder sind wichtige Handelspartner Australiens. (APA, Reuters)

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