Zum Besuch im Paradies: Streuobstwiesen in Tirol

Arbeit und Vergnügen liegen beim Obstanbau so nah beieinander wie Missernte und Ertrag. Während Streuobstwiesen allmählich verschwinden, werden Apfel- und Birnbäume andernorts neu gepflanzt.

Viel Grün und wenig Ertrag hat Bio-Bäuerin Regula Imhof heuer bei ihren Apfel- und Birnbäumen in Raitis (bei Mutters). Im Frühjahr sind wie letztes Jahr die meisten Blüten erfroren.
© Foto TT/Rudy De Moor

Von Deborah Darnhofer

Viel Arbeit und Ertrag hat Nebenerwerbsbauer Martin Schneider in Rum. Seine fast 70 Jahre alte Streuobstwiese wirft wie schon 2018 viele verschiedene Sorten Äpfel und Birnen ab.
© Foto TT/Rudy De Moor

Zum Anschauen ist es schön“, versteht Martin Schneider die Begeisterung der Besucher. Beim Gang durch seine Streuobstwiese in Rum scheint sich mitten im Dorf eine Idylle aufzutun. Die Bäume stehen in Zweierreihe. Sattes Grün, so weit das Auge reicht. Nur unterbrochen von den in der Sonne glänzenden Früchten, die teils über und über an den mittelstämmigen Bäumen hängen. Paradiesische Zustände könnte man meinen. Was der 58-jährige Nebenerwerbsbauer aber mit unverklärtem Blick sieht, ist vor allem eines: Arbeit.

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