100 Jahre Südtirol bei Italien: „Erst war sie da, dann weg“

Der Brenner: Ein Ort, der wie kein anderer für die jüngere Geschichte Nord- und Südtirols steht. Und wo das Ideal für die Zukunft beider Länder schlummern könnte. Eine Grenzerfahrung.

Franz Kompatscher (links, Bürgermeister Brenner) und Karl Mühlsteiger (Bürgermeister Gries am Brenner) wollen, dass Nord- und Südtirol wieder enger zusammenwachsen.
© Foto TT/Rudy De Moor

Von Benedikt Mair

Brenner – Die Wolken verziehen sich langsam, der Himmel gibt den Blick auf die mit Schnee bedeckten Berggipfel frei. Letzte Sonnenstrahlen tauchen die martialischen, mehrstöckigen, mit kaltem Kalk verputzten Häuser in ein warmes Licht. Unter einem Baldachin bietet ein Händler Obst, Gemüse, feines Olivenöl und Wein feil. Drei Soldaten, die Pistolen im Halfter, stapfen lustlos zum Eingang des Bahnhofs. Ein kühles Lüftchen zieht über den Ort auf 1370 Metern Höhe. Im Wind wehen die Fahnen Österreichs, Italiens und jene der Europäischen Union. Der Brenner steht sinnbildlich für die jüngere Geschichte Nord- und Südtirols – und für deren gemeinsame Zukunft.

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