Pläne für Verlegung von gefährlichem Zebrastreifen in Landeck
Mehrere Unfälle an der Kreuzung zur BH Landeck sorgten für eine Anfrage im Landtag. Der Zebrastreifen wurde inzwischen aufgelassen.
Von Matthias Reichle
Landeck – Der letzte schwere Unfall passierte im August. Von einer „relativ gefährlichen Situation“ spricht man an der Bezirkshauptmannschaft Landeck, als „Problem“ kennt man den Schutzweg auch in der Polizeiinspektion Landeck – immer wieder kommt es an der Kreuzung zwischen der Innstraße und der Auffahrt zum Stadtteil Perfuchs und zur Bezirkshauptmannschaft Landeck zu Zwischenfällen. Kürzlich wurde der Zebrastreifen deshalb entfernt und durch einen Übergang mit sogenannten Haifischzähnen ersetzt. Im Gegensatz zum Schutzweg hat dort der Fußgänger keinen Vorrang mehr und muss damit stärker auf den Verkehr achten.
Parallel dazu griffen auch die NEOS das Thema mit einer schriftlichen Anfrage im Tiroler Landtag auf. Nun ist die Antwort von LHStv. Ingrid Felipe da. Und diese bestätigt, dass es sich zwar um keinen „Unfallhäufigkeitspunkt“ handeln würde, dort aber regelmäßig Unfälle passieren. 2014 wurde ein Fußgänger schwer verletzt. 2017 und 2018 kamen Motorradfahrer bei Kollisionen zu Sturz.
Auch diesen Sommer übersah wieder eine Pkw-Lenkerin eine Fußgängerin, mit schwerwiegenden Folgen – wie Siggi Geiger, Verkehrsreferent an der Bezirkshauptmannschaft Landeck bestätigt. Teilweise war die Sichtweite beim Schutzweg nicht gegeben, erklärt er. Das bestätigt man auch seitens der Polizei. Die Lage in der Kurve sei nicht die beste.
Die NEOS hätten aufgrund von Anrainern vom Problem erfahren, wie Landtagsabgeordneter Andreas Leitgeb bestätigt, und deshalb nachgehakt. Zuletzt waren die Markierungen bereits stark verblasst.
Man hat den Schutzweg nun generell aufgelassen und durch Haifischzähne ersetzt, wie Geiger seitens der BH bestätigt. Mit der Anfrage habe das allerdings nichts zu tun. Die Stelle sei seit zwei Jahren Thema. Einerseits ist es der schnellste Übergang Richtung Bezirkshauptmannschaft, Landwirtschaftskammer und Wirtschaftskammer, so Geiger. Andererseits ist die Sicht in der Kurve teils sehr eingeschränkt.
Ob es eine Alternative zum aufgelassenen Zebrastreifen geben wird, ist derzeit allerdings noch nicht sicher. So gibt es zwar Pläne, dass er auf die Innbrücke verlegt und mit einer Mittelinsel ausgestattet werden soll, weiß der Verkehrsreferent – dafür sei allerdings die Stadt zuständig. Vizebürgermeister Thomas Hittler, Obmann des zuständigen Verkehrsausschusses, bestätigt, dass es dazu ein Projekt gibt. Man werde es auf Sinnhaftigkeit und Finanzierbarkeit prüfen. Er spricht dabei vom kommenden Jahr. „Die Frage ist, ob ihn die Leute auch annehmen“, so Hittler. Der Übergang sei dann immerhin mit einem kleinen Umweg verbunden. Dieses Problem sieht Geiger nicht. Man könne diskutieren, aber der Umweg sei zumutbar, findet er.
Eine zufriedenstellende Lösung für die Fußgänger dürften die Haifischzähne allein nicht darstellen. Damit ist grundsätzlich der Autofahrer bessergestellt.
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