Jesolo-Serie von Erich Hörtnagl im artdepot: Abseits der Gleichförmigkeit
Eine Ausstellung zur Publikation: Erich Hörtnagls Jesolo-Serie im Innsbrucker artdepot.
Innsbruck –Momente abseits von überfüllten Stränden, exakten Sonnenschirmreihen und bewusst gewählter Gleichförmigkeit. Diese Augenblicke hat der Tiroler Filmemacher mit der Fotokamera eingefangen – eine Jesolo-Serie mit rund 2000 Abzügen war entstanden, 180 davon fanden Eingang in die Publikation „Sehnsucht Meer“ (Edition Raetia), die Hörtnagl gemeinsam mit Alois Schöpf bereits im Juni herausbrachte; 50 Abzüge sind derzeit im artdepot in Innsbruck zu sehen.
Keine einfache Auswahl, haben die Motive laut Hörtnagl doch ihre eigene Geschichte. In der Hängung im Ausstellungsraum entstehen neue Dialoge: Hier steht das Assoziative im Vordergrund, im Buch war es dank der essayistischen Einsprengsel von Alois Schöpf noch die lineare Erzählung.
Hörtnagl bleibt in seinen Bildern schwarz-weiß, er agiert damit zunächst zurückhaltend und modelliert erst in der anschließenden Bearbeitungsphase die Skizze zum fertigen Motiv: Hörtnagl zeigt in spannender Einsamkeit wartende Hotels, verlassene Höfe im Hinterland; im Gegensatz dazu steht das laute Leben der Einheimischen, die nicht nur auf die nächste Badesaison hinarbeiten. Obwohl alle wissen, die kommt bestimmt. (bunt)
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