Britischer Ausschuss fordert: „Alle Uhren bei Prüfungen verbieten“

Der britische Prüfungsausschuss fordert ein Verbot von analogen Uhren an den Handgelenken von Schülern während Prüfungen. Die Arbeit der Aufsichtspersonen werde zunehmend schwierig.

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© Getty Images/iStockphoto

London — Dass Schüler in Großbritannien während ihrer Prüfungen keine Smartwatches tragen dürfen, ist nichts Neues. Wie die BBC berichtet, fordert der britische Prüfungsausschuss nun allerdings, auch analoge Uhren aus den Klassenzimmern zu verbannen. Der Grund ist kurios: Viele Lehrer könnten die herkömmlichen Zeitmesser an den Handgelenken der Schülern nicht mehr von digitalen Smartwatches unterscheiden. Das mache die Arbeit der Aufsichtspersonen zunehmend schwierig.

In einem Bericht des Ausschusses wird gefordert, künftig einfach genügend Uhren an den Wänden zu befestigen, um Schülern weiterhin eine zeitliche Orientierung zu ermöglichen. Die zuständigen Behörden sollen nun überprüfen, ob ein komplettes Uhrenverbot umsetzbar ist. Wenn ja, könnte es noch vor den Abschlussprüfungen im kommenden Jahr in Kraft treten. Schwindeln bei Prüfungen kommt zwar auch in Großbritannien vor, allerdings nicht im großen Stil. Nach wie vor gängigste Schummelmethode ist das Smartphone.

Laut Bericht des Prüfungsausschusses wird befürchtet, dass die Versuche der Schüler immer raffinierter werden — so könnten etwa Geräte unter künstlichen Fingernägeln versteckt werden. Bei Prüfungen könnten sie dann im Internet nach Antworten suchen. (TT.com)

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