Struktur der Hall AG wird vereinfacht
Aus drei operativen „Töchtern“ wird eine, der Haller Gemeinderat genehmigte nun die Verschmelzungsverträge. Auch der „Marktanger“ war einmal mehr Thema.
Hall –Nur ein größerer Tagesordnungspunkt beschäftigte den Haller Gemeinderat diese Woche. Der war dafür umso gewichtiger, ging es doch um eine weitreichende Vereinfachung der gesellschaftsrechtlichen Struktur der Hall-AG-Gruppe: Bisher hatte die „Stadt Hall in Tirol Beteiligungs AG“ – die Stadt hält 100 Prozent – drei operative Töchter, nämlich Stadtwerke GmbH, Immobilien GmbH und Parkhotel Hall Betriebs GmbH. Diese werden nun zu einer einzigen Gesellschaft namens „Hall AG Kommunal GmbH“ verschmolzen – wie bisher unter dem Dach der AG.
Der Grundsatzbeschluss fiel schon im März, nun genehmigte der Gemeinderat (mit einer Enthaltung) die Verschmelzungsverträge. Hall-AG-Vorstandsvorsitzender Christian Holzknecht hatte als Hauptargument Verwaltungsvereinfachungen, Einsparungs- bzw. Synergieeffekte genannt. Diese würden sich auf 60.000 bis 80.000 Euro jährlich belaufen, hinzu kämen Einmaleffekte von ca. 600.000 Euro.
Marktanger: Unter „Allfälliges“ brachte GR Claudia Weiler (Für Hall), Obfrau des Altstadtausschusses, dann noch das große Thema „Marktanger“, also die Neugestaltung des Altstadt-Areals zwischen Bachlechnerstraße und Wallpachgasse, zur Sprache. Der Anlass: Vize-BM Werner Nuding (VP) habe im Ausschuss den Wunsch genannt, dass der Abriss der ehemaligen Schule am Rosenhof und des oberirdischen Teils des angrenzenden Turnsaales 2020 erfolgen solle. Daher, so Weilers Appell, müsse man sich schon jetzt überlegen, wie der dann neu entstehende städtische Platz gestaltet werden soll. Er solle u. a. eine attraktive „Durchwegung“ von der Bachlechnerstraße zur Wallpachgasse herstellen, Raum für Märkte und Feste bieten. Weiler spricht sich auch klar für eine Begrünung samt Brunnen aus.
Ob ein Abriss 2020 erfolgen könne oder nicht, hänge von der Gesamtentwicklung am Areal ab, erklärt Vize-BM Nuding auf TT-Anfrage. Dazu zählen auch die Pläne der Firma Feucht, Besitzerin der Liegenschaften Wallpachgasse 5 und 7, die ja ihre Verkaufsflächen erweitern will. Für die Dimension dieser Bebauung gibt eine Bebauungsstudie des Architekten Rainer Köberl das „Schnurgerüst“ vor. Die Frage, wie das verbaubare Grundstück gestaltet wird, und jene der Platzgestaltung seien „in einem Guss“ zu behandeln, betonten Nuding und BM Eva Posch (VP) unisono. (md)
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