Erdgas

Designierte EU-Kommissarin gegen Gaspipeline Nord Stream 2

Die designierte Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margrethe Vestager.
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Für die designierte EU-Kommissarin Margarethe Vestager macht der Bau einer zweiten Gas-Pipline von Russland nach Deutschland keinen Sinn.

Berlin – Die designierte Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margrethe Vestager, sieht keine Notwendigkeit für die geplante Gaspipeline Nord Stream 2, die unter Federführung der russischen Gazprom gebaut wird und an deren Finanzierung auch die österreichische OMV beteiligt ist.

„Eine weitere Pipeline neben Nord Stream 1 zu bauen, ergibt keinen Sinn“, sagte die künftige EU-Kommissarin für Wettbewerb der „Zeit“ laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Nord Stream 1 sei „kein europäisches Projekt“. Europa brauche eine Gasinfrastruktur. Gas sei ein „flexibler fossiler Brennstoff“ und „Grundlast für erneuerbare Energien“. Doch in der Ostsee gebe es bereits eine Pipeline, die von Russland nach Deutschland führt, nämlich die Nord-Stream-1-Röhre.

Nord Stream 2 wird durch russische und europäische Firmen unter Führung des russischen Gaskonzerns Gazprom gebaut. Beteiligt sind auch die BASF-Tochter Wintershall, OMV sowie Uniper, Royal Dutch Shell und die französische Engie. In einigen europäischen Ländern sowie den USA stoßen die Pläne auf Vorbehalte. Der US-Kongress bereitet derzeit Sanktionen gegen die Betreiber von Nord Stream 2 vor. (APA, Reuters)