Verlorene Geldtasche führte zu 19-jährigen Schmierern

Dumm gelaufen. Schnell ausgeforscht waren jene zwei 19-Jährigen, die 15 FPÖ-Wahlplakate in den Gemeinden Reutte, Pflach und Breitenwang mit ...

Die Hakenkreuzschmierereien lösen neben dem Verdacht der Sachbeschädigung auch eine Strafverfolgung nach dem Verbotsgesetz aus.
© Walch Fabian

Dumm gelaufen. Schnell ausgeforscht waren jene zwei 19-Jährigen, die 15 FPÖ-Wahlplakate in den Gemeinden Reutte, Pflach und Breitenwang mit Schmähungen und Hakenkreuzen vollgeschmiert hatten. Zeugen hatten sie bei ihrer Aktion gesehen und die Verfolgung aufgenommen. Bei der Flucht in einen Wald verlor einer der beiden seine Geldtasche. Zudem waren auch zuordenbare Fußabdrücke im feuchten Boden zu erkennen. Leugnen machte also wenig Sinn, als die Polizei dem Geldtascheninhaber die Aufwartung machte.

Als Grund gaben die einheimischen Burschen Gesinnungs- und Auffassungsunterschiede zur FPÖ an. Zudem sei es nach ihren eigenen Angaben eine „betrunkene, dumme Idee" gewesen — mit für sie nun sicherlich überraschenden Folgen. Denn auch wenn die beiden Schmierfinken die FPÖ ins braune Eck stellen wollten, waren sie es, die die verbotenen Hakenkreuze im öffentlichen Raum aufgebracht hatten. Nachdem diese Zeichen und Schriftzüge unter das Verbotsgesetz fallen, werden die Burschen neben dem Verdacht der Sachbeschädigung auch wegen des Verdachts der Wiederbetätigung an die Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt. Die Schadenshöhe ist derzeit noch nicht ­bekannt.

In jedem Wahlkampf würden rund 70 Prozent der FPÖ-Plakate gestohlen, beschmiert oder zerstört, erklärt Bezirks­obmann Fabian Walch. Er hatte 500 Euro für die Ergreifung der Täter ausgelobt und bittet nun die „Verfolger", sich zu melden. (hm)


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