In der Tiroler Kinderwunschklinik schlägt der Tisch bei Verwechslungen Alarm

Über ein neues System werden alle Laborproben an der Uniklinik für Gynäkologische Endokrinologie, die an dem Behandlungsplatz entnommen werden, automatisch zugeordnet.

In der weißen Arbeitsfläche befinden sich die Empfänger für RFID-Chips. Sie schlagen bei einer Verwechslung Alarm.
© Tirol Kliniken/Schwamberger

Innsbruck –Jedes Jahr werden an der Innsbrucker Uniklinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin 900 künstliche Befruchtungen an mehr als 500 Patientinnen durchgeführt. Nicht auszudenken, was los wäre, wenn Proben versehentlich vertauscht würden. Die Folgen für die Betroffenen und ihre Familien wären katastrophal.

„Bisher waren wir sehr erfolgreich, da es bei uns noch nie zu einer Verwechslung gekommen ist. Damit das auch so bleibt, soll mit dem neuen System jetzt eine zusätzliche Sicherheitsschiene eingezogen werden“, erklärte Klinikdirektorin Bettina Toth gestern. Ein elektronisches System ergänzt ab sofort die bestehenden Vorkehrungen.

Das heißt: Im Labor werden die unzähligen Röhrchen und Schälchen nicht mehr nur wie bisher mit Patientendaten etikettiert. In der Kinderwunschklinik erhält jede Patientin jetzt auch eine eigene Chipkarte, die sie vor jeder Probenentnahme in ein Lesegerät stecken muss. Auf diese Weise werden alle Laborproben, die an dem Behandlungsplatz entnommen werden, automatisch zugeordnet. Zudem sind in die Arbeitsflächen des Labors Empfänger eingelassen, die sofort Alarm schlagen, falls ein falsches der mit RFID-Chips ausgestatteten Schälchen auf den Arbeitsplatz gestellt wird. (TT)

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