Europäer legen sich fest: Iran steckt hinter Öl-Angriff

Nach tagelangem Zögern beziehen Deutschland, Frankreich und Großbritannien klar Position im Fall des Drohnen-Angriffs auf saudische Ölanlagen. In einer am Montag in New York veröffentlichten gemeinsamen Erklärung machten die drei großen EU-Staaten wie die USA den Iran für die Drohnen-Angriffe verantwortlich. „Es gibt keine andere plausible Erklärung“, heißt es in dem Text.

Zuvor hatten sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Boris Johnson und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel am Rande der UNO-Vollversammlung getroffen, um das gemeinsame Vorgehen gegenüber dem Iran zu verabreden. In New York wird auch der iranische Präsident Hassan Rouhani erwartet.

Die drei EU-Staaten betonen in der Erklärung, dass sie dennoch am Atomabkommen mit Iran festhalten. Die Regierung in Teheran wird darin aufgerufen, sich zu Verhandlungen über sein Atomprogramm bereitzuerklären und wieder alle Auflagen daraus zu erfüllen. Zugleich verschärften Deutschland, Frankreich und Großbritannien aber den Ton. So wird in der Erklärung unterstrichen, dass es für den Iran nun an der Zeit sei, auch über Themen wie das umstrittene Raketenprogramm des Landes und die iranische Rolle in der Nahost-Region zu sprechen.

In Washington sprach die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Montag mit ihrem US-Kollegen Mark Esper über die Krise in der Straße von Hormuz. Kramp-Karrenbauer betonte dabei die deutsche Unterstützung für einen Einsatz, der die Sicherheit der Handelsschiffe garantieren soll. Allerdings wolle man dabei nicht die US-Mission unterstützen, sondern eine europäische Mission, sagte sie.

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