Verdacht der Fälschung von Stimmzetteln im Kosovo

Kurz vor dem Start des offiziellen Wahlkampfes im Kosovo vor den vorgezogenen Parlamentswahlen am 6. Oktober hat ein Video über Fälschung der Stimmen von Auslandswählern für große Aufregung in Prishtina gesorgt. Die Präsidentin der staatlichen Wahlkommission, Valdeta Daka, schloss eine Annullierung von Stimmen der Auslandswähler nicht aus.

Zunächst müsse man feststellen, ob das Video authentisch ist. Auch sei dies eine Frage für die Polizei und nicht für die staatliche Wahlkommission, erläuterte Valdeta laut kosovarischen Medienberichten.

Auf dem strittigen Video ist zu sehen, wie einige Personen mehr als 50 Stimmzettel von Auslandswählern ausfüllten. Daka konnte nicht ausschließen, dass Wahlfälscher an Personaldokumente von Auslandswählern gelangen konnten, um ihre Stimmen zu fälschen. Eine ähnliche Situation hatte es auch 2013 gegeben, als Tausende Stimmen von Auslandswählern - damals ging es um Angehörige der serbischen Volksgruppe - von der Wahlkommission annulliert worden waren.

Für die bevorstehende Parlamentswahl wurde eine Rekordzahl von Auslandswählern - 35.087 - registriert, bzw. mehr als doppelt so viel wie 2017. Ihre Stimmabgabe per Post hatte am 19. September begonnen und läuft noch bis zum 4. Oktober

Der Wahlkampf im Kosovo soll am morgigen Mittwoch starten. Im Rennen um die Parlamentssitze befinden sich 25 Parteien und Bündnisse. Stimmberechtigt sind 1,9 Millionen Kosovaren.


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