Auf frischer Tat ertappt: 15 Monate Haft für Olympiaworld-Einbrecher

Ab dem 8. Juli häuften sich im Haus des Sports beim Tivolistadion die Einbrüche. Erst traf es eine Firma. Kaum war deren Türe wieder mit Spa...

Seit seiner Festnahme im Juli befindet sich der Olympiaworld-Einbrecher in U-Haft. Der 22-Jährige hatte gleich ums Eck gewohnt.
© Fellner Reinhard

Ab dem 8. Juli häuften sich im Haus des Sports beim Tivolistadion die Einbrüche. Erst traf es eine Firma. Kaum war deren Türe wieder mit Spanplatten gesichert, wurde in der folgenden Nacht erneut eingebrochen. Sieben Firmen und Sportverbände, darunter der Bob- und Skeleton- oder der Fußballverband, sollte es noch erwischen. Seltenes Glück hatte dabei noch der FC Wacker. Beim Versuch, zwei Laptops zu stehlen, wurde der Täter von einem Wacker-Mitarbeiter auf frischer Tat ertappt und ohne Beute in die Flucht geschlagen. Diese dauerte nicht mehr lange. War der Täter doch auf Videos erkennbar. Schon Stunden nach dem letzten Zugriff entdeckten Polizisten dann ausgerechnet vor der Olympiaworld einen Passanten, welcher der Gestalt auf den Vi­deos ähnelte. Kein Wunder, wohnte der daraufhin festgenommene Dominikaner doch in unmittelbarer Nähe der Sportstätte. Wie schon bei der Polizei blieb der 22-Jährige auch gestern am Landesgericht geständig. Die Motivation für die gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstähle wirkte dann so ernüchternd wie die hohen Sachschäden an den Tatorten: Spielsucht trieb den 22-Jährigen nächtens in die Olympiaworld. „Ein Nordafrikaner war tags zuvor eingebrochen und sagte mir, dass es da etwas zu holen gebe. Das ganze Geld (um die 3000 Euro Bargeld) habe ich aber gleich wieder im Casino und bei Sportwetten verspielt. Die Handys habe ich entweder weggeworfen oder gegen Drogen getauscht.“ Dem schon mehrfach vorbestraften Süchtigen war der Ärger für die Opfer offenbar bewusst. Hinterließ er in einem Büro doch einmal ein Post-it mit folgender Notiz: „Mir tut es leid, ich kann nichts dafür.“ Ganz so sah es das Gericht nicht. Bei einem Strafrahmen von sechs Monaten bis fünf Jahren Haft verhängte Richterin Martina Eberherr 15 Monate Gefängnis: „Nicht milde, aber angemessen!“

Schlechter Umgang mit Tieren ist kein Kavaliersdelikt mehr. Bis zu zwei Jahre Haft drohen mittlerweile für Tierquälerei. So wurden gestern am Landesgericht über eine mittellose Tirolerin zur Hälfte bedingte 480 Euro Geldstrafe verhängt, da Nachbarn angezeigt hatten, dass sie ihren Hund offenbar am Dachboden eingesperrt hatte. Drei Wochen dauerte der qualvolle Zustand für das Tier an. Der Amtstierarzt stellte eingetrockneten Kot, einen total vernachlässigten Hund und einen schlechten Ernährungszustand fest. (fell)


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