Huber bleibt trotz Postingskandal und FPÖ-Ausschluss im Landtag

Freunde und Bekannte hätten ihn in den vergangenen Tagen bestärkt, weiterzumachen, begründete der wegen eines Postings an Hitlers Geburtstag suspendierte Klubchef der FPÖ Niederösterreich seinen Verbleib im Landtag.

Der suspendierte Klubobmann der niederösterreichischen Freiheitlichen, Martin Huber, auf einem undatierten Archivbild.
© FPÖ NIEDERÖSTERREICH

St. Pölten – Der bisherige Klubchef der niederösterreichischen Freiheitlichen, Martin Huber, wird sein Mandat im NÖ Landtag nach der Suspendierung durch die FPÖ weiter ausüben. „Viele Menschen, Freunde und Bekannte“, hätten ihn in den vergangenen Tagen „angerufen und bestärkt“, weiterzumachen, sagte der 49-Jährige zur APA. Unterdessen sorgte ein weiteres Facebook-Posting in den Reihen der FPNÖ für Wirbel.

Huber betonte, dass er Unterstützungsanrufe „aus allen Bezirken“ Niederösterreichs und „auch aus anderen Bundesländern“ bekommen habe. Seine Tätigkeit als „wilder“ Mandatar - Huber nannte es „freier Abgeordneter“ - möchte der 49-Jährige so anlegen, „dass ich ein direkter Ansprechpartner der Bürger bin. Meine Telefonnummer und meine E-Mail-Adresse sind bekannt.“

Huber hatte am 20. April 2014 all jenen gratuliert, „die heute Geburtstag haben“. Das Posting sei „ohne Hintergedanken verfasst“ worden, betonte er - Adolf Hitler wurde am 20. April 1889 geboren. Parteichef Norbert Hofer sprach am Samstag die Suspendierung des 49-Jährigen aus der FPÖ aus. Die Entscheidung kommt einem Ausschluss aus der FPÖ gleich, der noch in diesem Jahr durch die Bundesparteileitung „formal abgesegnet“ werden soll, hieß es danach. (APA)


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