Mehr als 300 Verletzte bei Auseinandersetzungen in Jakarta

Bei Straßenschlachten zwischen Studenten und der Polizei sind in der indonesischen Hauptstadt Jakarta nach offiziellen Angaben vom Mittwoch mehr als 300 Menschen verletzt worden. Die Proteste richteten sich gegen Pläne für ein härteres Strafrecht im bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Welt.

Demnach soll Sex zwischen Unverheirateten mit bis zu sechs Monaten Haft bestraft werden können. Zudem sollen künftig auch Gefängnisstrafen möglich sein, wenn jemand den Präsidenten beleidigt.

An den Protesten vor dem Parlamentsgebäude hatten sich am Dienstag mehr als 3.000 Studenten beteiligt. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Nach Angaben von Polizeichef Gatot Eddy Pramono wurden mindestens 254 Studenten mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Elf davon waren auch am Mittwoch noch in Behandlung. Die Zahl der verletzten Polizisten bezifferte der Polizeichef auf 39. Auch in anderen Städten kam es zu Protesten.

Ursprünglich hätte das Parlament am Dienstag über die Gesetzespläne entscheiden sollen. Auf Bitten von Präsident Joko Widodo wurde dies jedoch verschoben. Der Inselstaat Indonesien zählt mehr als 260 Millionen Einwohner. Etwa 90 Prozent davon sind islamischen Glaubens.

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