Friedensbotschaft für Volksschüler in Prutz

„Wie kalt ist es da?", „Wie hoch am Berg leben da noch Menschen?" und „Seid ihr alles zu Fuß gegangen?" — Frizzey Greif beantwortete gestern...

Der Prutzer Künstler Frizzey Greif mit den Schülern in Prutz.
© Reichle

„Wie kalt ist es da?", „Wie hoch am Berg leben da noch Menschen?" und „Seid ihr alles zu Fuß gegangen?" — Frizzey Greif beantwortete gestern in Ruhe alle Fragen der Kinder. Der Friedenskünstler war bei den Prutzer Volksschülern zu Gast und erklärte ihnen, warum er jedes Jahr nach Nepal reist, um dort den Ärmsten zu helfen. „Auf einer Seehöhe, auf der bei uns die meisten Berge aufhören, sind in Nepal noch Menschen daheim", betonte er. Seine beschwerliche Reise in einem desolaten Reisebus und vielfach auch zu Fuß — über steinige Wege und steile Steige — dokumentierte er eindrucksvoll mit mehreren Kurzfilmen, die er gestern mitgebracht hatte. Zu Weihnachten 2018 hatte er in Nepal Hilfspakete — Schlafsäcke, Mützen, Anoraks und Medikamente — an die Bevölkerung in abgelegenen Orten verteilt. Es war eine beschwerliche Reise. „Ich brauchte Handschuhe zum Frühstücken", sagte Greifs Lebensgefährtin Christine Jarosch — so kalt war es in der Nacht. Die beiden waren in Nepal krank geworden. Greif kann das von künftigen Vorhaben nicht abschrecken. „Seit ich angefangen habe, zu teilen, bin ich der reichste Mensch." Sein Frizzey Light Verein habe inzwischen 250 Mitglieder. Der Künstler plant bereits die nächste Reise und will — unter anderem mit einem Partnerverein aus Vorarlberg — zwei Schulen bauen. Dafür sammelt er derzeit wieder Spenden.

Seinen Vortrag beendete er wie immer mit der Frage: „What do we need?" (dt. Was brauchen wir?). Worauf die Kinder aus voller Kehle schrieen: „Love!" (Liebe). (mr)

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