Bischof Glettler schlug Brücken zur Kunst

„Kunst ist Lebenskultur über das Notwendige hinaus. Sie bietet Trost und Anregung, kann aber auch Provokation hervorrufen." Das sagte Bischo...

Bischof Hermann Glettler (l.) und Pfarrer Martin Komarek im „Kunstdialog“ in der Stadtpfarrkirche – das Kreuz aus zwei Wasserwaagen ist zu einem modernen Kunstwerk aus zwei Wasserwaagen zusammengefügt worden.
© Wenzel

„Kunst ist Lebenskultur über das Notwendige hinaus. Sie bietet Trost und Anregung, kann aber auch Provokation hervorrufen." Das sagte Bischof Hermann Glettler am Mittwoch beim gut besuchten Gesprächsabend in der Landecker Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt. Stadtpfarrer Martin Komarek hatte ihn im Rahmen der Initiative „Dialograum Kirche" eingeladen.

„Durch Kunst wird man aufgeweckt, zu Dankbarkeit im Alltag hingeführt", zeigte der Bischof auf. „Sakrale Kunst ist auch ein Transportmedium für den Glauben." Wobei im Laufe der Kirchengeschichte das Bildmotiv Schmerz, etwa beim gekreuzigten Jesus, allzu oft künstlerisch dargestellt worden sei.

Der Oberhirte der Diözese, der Kunstgeschichte studiert hat, ließ aber auch keine Zweifel an seiner „kunstkritischen" Auseinandersetzung: Sosehr Kirchen ein Gesamtkunstwerk darstellen würden, seien manche Gotteshäuser „mit Kunst übersättigt". Pointierter Nachsatz: „Mit frommem Zeugs halt."

Ärgern würde er sich über „oberflächliche Betrachtungsweise" — etwa wenn Touristen massenweise durch sakrale Häuser geführt werden.

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Komarek hat den Abend so zusammengefasst: „Bischof Hermann Glettler hat uns neue Blicke auf die Kunst eröffnet und zum Nachdenken eingeladen." (hwe)


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