„Massiver Schuldgehalt“: Strafe für Todeslenker verschärft

2017 musste eine 21-jährige Ötztalerin in Oetz bei einem Frontalzusammenstoß ihr Leben lassen. Ein führerscheinloser 18-Jähriger war mit ein...

(Symbolfoto)
© TT/Thomas Böhm

2017 musste eine 21-jährige Ötztalerin in Oetz bei einem Frontalzusammenstoß ihr Leben lassen. Ein führerscheinloser 18-Jähriger war mit einem nicht zugelassenen Auto auf der Gegenfahrbahn unterwegs. Nach dem Unfall waren beim 18-Jährigen schizophrene Störungen diagnostiziert worden. Ein Gerichtsgutachten konnte erst eineinhalb Jahre später erstellt werden, da der Bursche nach Saudi-Arabien verzogen war.

Im Mai war es am Landesgericht zum Prozess wegen grob fahrlässiger Tötung gekommen. Verteidiger Stefan Gloyer plädierte wegen paranoider Schizophrenie zum Unfallzeitpunkt auf schuldausschließende Unzurechnungsfähigkeit. Die Gerichtspsychiaterin stellte lediglich eingeschränkte Zurechnungsfähigkeit fest. Acht Monate bedingte Haft ergingen. Dagegen richteten sich gestern Berufungen am Oberlandesgericht (OLG).

Das OLG schloss sich der Staatsanwaltschaft an, wonach das Urteil zu milde war. Zur bedingten Haftstrafe kamen noch 720 Euro Geldstrafe (macht insgesamt 11 Monate Haft): „Hier liegt ein massiver Schuldgehalt mit tragischem Ausgang vor. So etwas darf nicht in einer zur Gänze bedingten Strafe münden!" (fell)

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