Viele prominente Abgänge bei Rot und Blau, aber auch ein ÖVPler muss gehen

Durch die Wahlkarten dürfte es noch zu Verschiebungen kommen, aber im Wesentlichen steht die künftige Nationalrats-Zusammensetzung fest. Dabei gibt es natürlich vor allem bei SPÖ und FPÖ Abgänge, aber mit Rudolf Taschner auch einen bei der ÖVP.

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Künftig nicht mehr im Nationalrat: Robert Lugar.
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Wien – Es gibt noch Unwägbarkeiten, weil die Wahlkarten nicht fertig ausgezählt sind, einige Kandidaten auf zwei Ebenen Mandate geholt haben und Vorzugsstimmen umreihen können, aber im Wesentlichen steht die personelle Zusammensetzung des künftigen Nationalrats fest. Die zeigt, dass es bei SPÖ und Freiheitlichen jede Menge lang gediente Abgeordnete erwischt hat.

Selbst bei der ÖVP, deren Klub sich ordentlich, aber nicht um Prominente, vergrößert, gibt es gemäß Ergebnis plus (SORA-)Briefwahlprognose Personalopfer. Star-Mathematiker Rudolf Taschner hat kein Mandat mehr und auch das des oberösterreichischen Langzeitabgeordneten Nikolaus Prinz, immerhin seit 1999 im Nationalrat, wackelt bedenklich vor der Briefwahl-Auszählung.

Ex-Staatssekretärin Duzdar (SPÖ) nicht mehr dabei

Bei der SPÖ muss Hermann Krist, immerhin seit 2002 im Hohen Haus, gehen, gleiches gilt für Walter Bacher aus Salzburg. Ausscheiden muss auch die frühere Staatssekretärin Muna Duzdar, vielleicht auch Sicherheitssprecherin Angela Lueger und fix SoHo-Vertreter Mario Lindner.

Noch unsicher ist der Einzug von SJ-Chefin Julia Herr, eher dürfte es Barbara Teiber, die Vorsitzende der größten Einzelgewerkschaft GPA, schaffen. Fix neu ein Mandat hat dafür der frühere Bundesgeschäftsführer Max Lercher.

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Aus für Tiroler Lugar nach BZÖ, Stronach und FPÖ

In der FPÖ heißt es etwa für den früheren niederösterreichischen Landesparteisekretär Christian Höbart nach elf Jahren Schreibtisch räumen. Auch Frauenchefin Carmen Schimanek hat derzeit kein Mandat. Gleiches gilt etwa auch für Maximilian Linder aus Kärnten, ebenso für seinen Landsmann Wendelin Mölzer und den Gewerkschafter Werner Herbert.

Weichen muss weiters der frühere BZÖ- und Stronach-Politiker Robert Lugar, das gleiche blüht Gesundheitssprecherin Birgit Povysil und Seniorenvertreter Werner Neubauer. Nicht zuletzt hat - zumindest noch - Hans-Jörg Jenewein, immerhin Fraktionschef im BVT-U-Ausschuss, kein Mandat.

Senior Norbert Van Handel ist der bekannteste Neuzugang, Philippa Strache hat angekündigt zu verzichten, was aber noch nicht fix ist. Bei der FPÖ ist freilich die Mandatszuteilung immer besonders schwierig einzuschätzen, da hier oft noch auf Wunsch der Landesparteien Kandidaten ihre Mandate nicht annehmen. Ob es heuer im geschrumpften Klub auch so sein wird, muss man abwarten.

Grüne: Nur Kogler und Maurer waren schon im Klub

Die Grünen haben in ihrem Comeback-Klub mit Bundessprecher Werner Kogler und Sigrid Maurer nur zwei Abgeordnete aus alten Zeiten. Aber Ewa Ernst-Dziedzic und David Stögmüller waren immerhin schon im Bundesrat. Alma Zadic wechselt nur die Reihen, sie saß in der vergangenen Periode für JETZT im Nationalrat. Michel Reimon war bis vor kurzem EU-Parlamentarier. Im Wahlkampf in den Vordergrund gerückt wurden Leonore Gewessler, die von Global 2000 kam, sowie die Journalistin Sibylle Hamann.

Mit Stefan Kaineder aus Oberösterreich und Nina Tomaselli aus Vorarlberg sind auch zwei Hoffnungsträger aus den Ländern frisch im Nationalrat. Universitären Glanz bringt die frühere Vorsitzende der Universitätenkonferenz Eva Blimlinger. Auf Regierungserfahrung kann Astrid Rössler aus Salzburg verweisen.

Ex-“Kurier“-Herausgeber Brandstätter für NEOS dabei

Bei den NEOS haben sich alle bisherigen Mandatare, die auch angetreten sind, wieder für einen Parlamentssitz qualifiziert. Bekanntester Neuling ist der frühere „Kurier“-Herausgeber Helmut Brandstätter. Neu ist, dass es mit Johannes Margreiter auch einen Vertreter Tirols im NEOS-Klub gibt. (APA)


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