“Tourismus Hoangascht“ in Kitzbühel war voller Erfolg

Erstmals war der Tourismus Hoangascht des Kitzbühel Tourismus gut besucht. Bergbahn-Chef Josef Burger referierte über die Zukunft.

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Groß war das interesse am jüngsten Tourismus Hoangascht des Kitzbühel Tourismus.
© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Es waren bisher eher intime Treffen, die Tourismus Hoangaschte des Kitzbühel Tourismus wurden bisher äußerst mäßig angenommen. Das war gestern aber anders. „Die letzten Male konnte ich jeden persönlich begrüßen, das ist heute nicht so“, sagt Signe Reisch, Kitzbühel-Tourismus-Präsidentin.

Zugpferd war offenbar Bergbahn-Kitzbühel-Vorstandsvorsitzender und TVB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Burger. Er hielt einen Vortag zum Thema „Schnee von gestern – Wachstum von morgen. Besser – nicht größer.“ Bei den Tourismus Hoangaschten handelt es sich um eine Veranstaltungsreihe des Kitzbüheler TVB für seine Mitglieder, aber auch sonstige Interessierte, um touristische Themen zu diskutieren. Sie werden jeweils mit einem Vortrag abgerundet.

„Die Zukunftsplanung ist extrem wichtig. Mit polemischen Redereien kann man kein Unternehmen führen“, sagt Burger und betont, dass man sich sowohl in der Seilbahnbranche als auch im Tourismus auf die Veränderungen, welche der Klimawandel mit sich bringt, einstellen muss. Aus den vier Jahreszeiten würden drei. Der Herbst würde zum Spätsommer, das mache die Saisonstarts schwierig. Zudem ist laut einer Studie der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) bis 2050 ein Skibetrieb unterhalb von 1400 m Seehöhe nur noch mit viel Aufwand zu erhalten, zwischen 1400 und 2000 m hingegen mit wenigen oder gar keinen Anpassungen. Über 2000 m würde es auch wieder schwierig. „Es macht auch einen Unterschied, ob man einen Almboden beschneien muss oder eine Schotterhalde“, sagt Burger.

Es gelte die Ressourcen sorgfältig zu nutzen. Die Bergbahn Kitzbühel gehe seit Jahren diesen Weg. Zum Beispiel mit lediglich maßvollen Pistenanpassungen, keinen flächendeckenden Neuerschließungen und einem modernen Schneemanagement-System. „Vor Jahren hat man uns noch gefragt, was das soll“, erinnert sich Burger. So habe jeder Hydrant im Skigebiet eine genau definierte Wassermenge zur Verfügung, wenn diese erreicht ist, wird die Zufuhr gestoppt. So sei es möglich, viel Wasser und Kosten zu sparen, da Pistenflächen nicht unnötig stark beschneit würden. Auch bei den Bahnen setze man mehr auf Ökonomie als Rekord-Beförderungszahlen.

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Für Burger steht aber fest, dass es einen Wintertourismus ohne Schnee und den alpinen Skisport nicht geben kann. „Es tut mir leid, aber auch wenn wir bei Winterwandern und anderen alternativen Angeboten gute Steigerungszahlen haben, ohne den Skisport geht es nicht“, ist Burger überzeugt und weiter: „Die Wintersportnachfrage wird auch in Zukunft auf hohem Niveau nicht einbrechen.“


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