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Auf der Suche nach dem Geschmack der Alpen

Werden künftig auf Tirols Berghütten neben der Brettljause auch frittierte Hahnenkämme und Macarons aus Flechten serviert? Gut möglich, denn das neue Konzept lautet Alpine statt Tiroler Küche. Sie lässt Tradition mit Zeitgeist verschmelzen.

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Einer der Programmpunkte der „Festspiele der Alpinen Küche“ wurde auf 3200 Metern am Kitzsteinhorn serviert: Hochfilzer Gebirgsforelle mit heimischem Gemüse.
© Sam

Von Judith Sam

Geschmack bleibt in der Erinnerung haften wie ein erster Kuss. Mal eher schal. Mal überwältigend, fesselnd und der Beginn einer großen Liebe. Das Potpourri der Geschmäcke, das Josef Steffner zusammengestellt hat, fällt zweifellos in Kategorie zwei. Auch wenn es gewöhnungsbedürftig sein mag: Waldkleesorbet umschmeichelt die Zunge, schlägt sich mit der Bitterkeit von Enzianwurzeln und wird abgerundet von rohem Forellenfilet. Alles auf einen Biss.


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