„Mannsbilder“: Tirols Männerberatung setzt auf Gespräche

Bereits in vielen (Männer-)Köpfen verankert ist Tirols Männerberatungsstelle „Mannsbilder", die es mit Ablegern in den Bezirken seit 26 Jahr...

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Obmann Klaus Edlinger.
© Schramek Markus

Bereits in vielen (Männer-)Köpfen verankert ist Tirols Männerberatungsstelle „Mannsbilder", die es mit Ablegern in den Bezirken seit 26 Jahren gibt. Weniger bekannt ist, dass die dortigen Berater seit geraumer Zeit verstärkt auf Männerselbsterfahrungs-Gruppen setzen: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass vielen Männern ein geschützter Rahmen fehlt, wo sie über alle Themen frei sprechen können, die sie in ihrem Alltag beschäftigen", erklärt Obmann Klaus Edlinger.

Man(n) orte zudem eine gewisse Orientierungslosigkeit und Verunsicherung in der heute schnelllebigen Zeit: „Wir hören oft den Satz, was ich mache, mache ich falsch", erzählt Edlinger.

Um diesem Bedürfnis von Männern stärker nachzukommen, bieten die Mannsbilder deshalb — abseits ihrer Kernthematik Gewaltprävention und -arbeit — nun eine weitere, neue „Selbsterfahrungs"-Gruppe für Männer an. Die Grundidee ist, dass sich bis zu maximal zehn Männer jeden zweiten Dienstag zu einer von zwei Begleitern gestützten Gesprächsrunde treffen: „Aus bisherigen Gruppen wissen wir, dass vor allem über Beruf und Beziehungen zu Partnerinnen, zu den eigenen Kindern gesprochen wird, aber es gibt kein Tabu für ein Thema. Es ist auch keine Therapie, sondern einfach eine Art Psychohygiene, die guttut", erklärt Christian Luhan, der eine Gruppe begleitet.

Die nächste Runde startet am 15. Oktober um 20 Uhr (Anichstr. 11, 1. Stock, Anmeldung unter Tel. 0512/576644 erbeten). Nach drei Schnupperabenden ist die Gruppe eine geschlossene Runde. (lipi)

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