Europa League-Starter LASK und WAC weiter erfolgreich

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Der LASK hat nach der unglücklichen 1:2-Niederlage in der Europa League bei Sporting Lissabon Moral bewiesen. Die Linzer setzten sich am Sonntag in der Fußball-Bundesliga beim TSV Hartberg mit 2:1 (0:0) durch und behaupteten damit Platz zwei. Der WAC gewann das Heimspiel gegen St. Pölten deutlich mit 4:0 und festigte Rang drei in der Tabelle. Die Wiener Austria besiegte Sturm Graz zuhause mit 1:0.

Tomas Ostrak brachte die Hartberger vor 2.842 Zuschauern entgegen dem Spielverlauf in Führung (56.). Dem LASK gelang durch Treffer von Reinhold Ranftl (65.) und Peter Michorl (70.) aber noch die Wende und damit der siebente Liga-Auswärtssieg in Folge. ÖFB-Teamspieler Thomas Goiginger hatte für die Linzer bereits vor der Pause einen Elfmeter vergeben (14.).

LASK-Trainer Valerien Ismael setzte mit einer Ausnahme auf dieselbe Startformation, die in Lissabon für eine starke Leistung am Ende nicht belohnt worden war. Wegen einer Muskelverletzung von Petar Filipovic rückte Emanuel Pogatetz ins Team. Im Sturm erhielt erneut Marko Raguz, Torschütze des Sporting-Spiels, den Vorzug gegenüber Joao Klauss.

Der LASK hat seit Mitte Mai weiterhin alle Auswärtsspiele in der Bundesliga gewonnen. Nach zehn Runden halten die Linzer bei 23 Punkten - Bestwert in der Clubgeschichte. Der Rückstand auf Spitzenreiter Red Bull Salzburg beträgt vor der Länderspielpause weiterhin fünf Punkte. Hartberg dagegen kassierte die zweite Heimniederlage der Saison. Aus ihren vergangenen vier Partien haben die Oststeirer nur einen Zähler geholt. In diesen ging es allerdings gegen die Schwergewichte Salzburg (2:7), WAC (0:2), Rapid (3:3) und LASK.

Die Wolfsberger gewannen am Sonntag das Bundesliga-Heimspiel gegen St. Pölten mit 4:0 (2:0). Effizienz vor dem Tor brachte dem WAC drei Punkte: Marcel Ritzmaier (12.) und Shon Weissman (38.) verwerteten die einzigen zwei Chancen vor der Pause, Mario Leitgeb (66.) und Weissman (87.) trafen in Halbzeit zwei.

Für den Israeli, der im Kader von Andreas Herzog für das EM-Qualifikationsmatch am Donnerstag in Wien steht, waren es bereits der zehnte und elfte Saisontreffer. Er schloss zu Salzburgs Erling Haaland an der Spitze der Torschützenliste auf.

So setzte die Elf von Gerhard Struber die Erfolgsserie relativ problemlos fort. Der WAC holte seit Mitte August 19 von möglichen 21 Punkten und ist seit zehn Pflichtspielen ungeschlagen. Die Niederösterreicher dagegen gehen nach nur einem Punkt aus den jüngsten fünf Ligaspielen mit nur einem Zähler Vorsprung auf Schlusslicht Admira in die Länderspielpause.

Austria Wien verabschiedete sich am Sonntag mit einem 1:0-Sieg über Sturm Graz in die Länderspielpause. Dank ihrem Torjäger Christoph Monschein (82.) ist die Austria nach zehn Runden mit zwölf Punkten nun Siebenter. Sturm hat nach der bereits vierten Saisonniederlage den Anschluss an die Topteams ein wenig verloren, auf den Dritten WAC fehlen nun sechs Punkte.

In einem vorsichtig geführten Prestige-Duell waren beide Offensivreihen über weite Strecken blass geblieben. Was auch an der taktischen Ausrichtung beider Mannschaften lag. Austria-Trainer Christian Ilzer setzte wie beim 1:4 gegen Salzburg auf einen defensiven Dreier- beziehungsweise Fünferverbund, erneut mit Alexander Grünwald in der Rolle eines „Liberos“ (Ilzer). Bei Sturm hoffte Trainer Nestor El Maestro auf „Kontrolle mit und ohne den Ball“ und vertraute daher der defensiveren Mittelfeldzentrale Ivan Ljubic/Juan Dominguez.


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