Gut zu wissen: So reinigt man sein Handy richtig und hält es keimfrei

Smartphones sind generell echte Keimschleudern — in Zeiten wie diesen, wo der Schutz vor Viren Leben retten kann, sollte man sie daher umso regelmäßiger und gründlicher reinigen.

Nicht selten greift man nach dem Naseputzen sorglos zum Handy – und vergisst, dass sich Keime auch darauf festsetzen.
© dpa

Innsbruck — SARS-CoV-2 wird hauptsächlich über die Atemwege sowie durch Körperkontakt übertragen. Zum Schutz vor dem Virus werden MNS-Masken und Handschuhe getragen, und es wird fleißig „weg-desinfiziert" und „ent-kontaminiert", was irgendwie gefährlich sein könnte. Dabei wird die allerschlimmste Keimschleuder nach wie vor oft vergessen: Das eigene Smartphone, das wir permanent in der Hand und im Gesicht haben. Schon vor Jahren hat eine Studie der London School of Hygiene & Tropical Medicine ergeben, dass 82 Prozent der Handys bakteriell hoch belastet sind — bei 16 Prozent der untersuchten Geräte wurden sogar Fäkalbakterien gefunden. Kein Wunder: Viele lassen sich von ihrem Handy sogar aufs stille Örtchen begleiten.

Dass eine regelmäßige Reinigung des Handys ratsam ist, liegt auf der Hand. In Zeiten von Corona sollte man aber noch konsequenter als sonst sein.

📱🧽 So reinigt man sein Handy am besten:

➡️ Mikrofasertuch: Wer sein Smartphone einfach gründlich mit einem Mikrofasertuch abwischt (in kreisenden Bewegungen), kann dadurch bereits 80 Prozent der Keime abtöten — das stellte die Hochschule Furtwangen fest. Wer kein Mikrofasertuch zur Hand hat: Ein Pullover (am besten aus Baumwolle) eignet sich ebenfalls hervorragend dafür.

➡️ Keinen Reiniger benutzen, der Alkohol enthält: Alkohol kann die oft empfindlichen Oberflächen von Smartphones beschädigen. Wasser ist kein Problem für Handyoberflächen — man sollte aber aufpassen, dass keine Flüssigkeit in Ritzen oder Anschlüsse eindringt. Es gibt spezielle Displayreiniger, die ohne aggressive Substanzen wie Lösungsmittel auskommen und die Oberfläche trotzdem sauber machen.

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➡️ Brillenputztuch: Auch Brillenputztücher eignen sich hervorragend zur Handyreinigung. Wie die Hochschule Furtwangen feststellte, befinden sich auf jedem dritten Handy, das mit einem feuchten Brillenputztuch gereinigt wurde, gar keine Bakterien mehr.

➡️ Wattestäbchen und Zahnstocher: Für das Reinigen der Eingänge an den Rändern von Handys empfehlen sich Wattestäbchen. (Wer Staub in den Anschlüssen vorbeugen will, kann sich übrigens Schutzstöpsel zulegen. Eine Schutzhülle lässt ebenfalls weniger Keime direkt ans Handy).

➡️ Händewaschen: Eine der effektivsten Maßnahmen, um einer Keimbelastung auf dem Smartphone vorzubeugen, ist das regelmäßige Händewaschen. Über die Hände gelangen nämlich die meisten Erreger aufs Smartphone — und anschließend aufs Gesicht bzw. im schlimmsten Fall in den Mund. (TT.com/reh)


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