Ein Wiedersehen für LASK-Coach Valerien Ismael mit Mark van Bommel

Am dritten Europa-League-Spieltag wollen LASK und WAC in der Fremde anschreiben.

Herz und Hirn des Wolfsberger AC: Michael Liendl will heute auch in Istanbul jubeln.
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Eindhoven/Istanbul — Mit einem 7:2-Kantersieg über Mattersburg tankte der LASK in der heimischen Liga viel Selbstvertrauen. Wohlwissend, dass in den Niederlanden bei PSV Eindhoven heute (21 Uhr/live Puls 4) ein ganz anderer Brocken wartet.

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Das Wiedersehen von PSV-Coach Mark van Bommel mit LASK-Trainer Valerien Ismael — die beiden kickten in der Saison 2006/07 gemeinsam beim LASK — steht bevor. Die wiedergewonnene Effizienz, dienach einer 1:0-Führung letztlich bei der 1:2-Niederlage gegen Sporting Lissabon fehlte, soll die Linzer zu einem Punktegewinn beim Tabellenführer führen. „Wir sind auf einem guten Level für die schwere Aufgabe, die wir vor der Brust haben", notiert Ismael.

Van Bommels Mannschaft ist nicht nur eine „junge, geile Truppe", wie der nunmehrige ehemalige PSV-Kicker Marcel Ritzmaier konstatierte. Es ist im Vergleich zu den Linzern auch eine durchaus kostspielige. Der Marktwert von Linksaußen Steven Bergwijn (22 Jahre) wird mit 35 Millionen Euro taxiert, Mittelstürmer Donyell Malen (20) und Rechtsverteidiger Denzel Dumfries (23) werden auf 18 bzw. 15 Mio. Euro geschätzt. Insgesamt stehen 211 Millionen den 26 des LASK gegenüber.

"Wölfe" wollen wieder überraschen

Nach dem fulminanten Start gegen Gladbach (4:0) und AS Roma (1:1) will der WAC heute (18.55 Uhr/live DAZN) bei Basaksehir Istanbul nachlegen. Der Liga-Vierte aus der Türkei mag über ein paar (alte) Stars (Robinho, Arda Ziran, Martin Skretl, Gökhan Inler ...) mit teils hohem technischen Vermögen verfügen, der Dritte aus der österreichischen Bundesliga unter Coach Gerhard Struber hat aber möglicherweise das höhere Tempo.

Der Matchplan der Wolfsberger sieht folglich vor, Basaksehir mit körperbetontem Pressing-Fußball den Stecker zu ziehen. So wie man das schon zum Auftakt gegen Gladbach fast in Perfektion vorexerziert hat.

„Ich bin nicht ganz überzeugt, dass Basaksehir dieses schnelle kognitive Handeln auf diesem Niveau so bewerkstelligen kann, wie wir es im Moment draufhaben", erklärte Struber und setzt freilich auch wieder auf Impulse von Mittelfeldregisseur Michael Liendl. Die jüngste Härteschlacht bei Rapid soll heute genauso ausgeblendet werden wie die politische Lage im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien. Als Außenseiter wollen die (kleinen) Wölfe einmal mehr überraschen. (lex/APA)


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