Armutsgefahr: Menschen zu Menschen bringen

Jeder siebte Österreicher ist armutsgefährdet. Die Caritas Tirol startet im November wieder die Elisabethsammlung.

Georg Schärmer (Caritasdirektor): „Everybody needs somebody’s love. Der Mensch braucht Menschen.“
© Thomas Murauer

Innsbruck –Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und während sich viele auf das „Heimkommen“ ins warme Zuhause freuen können, treffen die kalten Wintermonate die Ärmsten der Gesellschaft besonders hart. Die Caritas Tirol startet daher im November wieder die Elisabethsammlung für Menschen in Not. Gestern wurden die Schwerpunktprojekte vorgestellt.

„Wir bieten Obdachlosen zwei Wärmestuben, wo ihnen Wärme für das Herz und für den Bauch geschenkt wird“, sagt Caritasdirektor Georg Schärmer. Bis zu 30.000 Mahlzeiten werden allein in der Katharinastube in Innsbruck pro Jahr ausgegeben. Zudem finden in zwei Notschlafstellen 16 Personen Unterschlupf.

Rund 1,2 Mio. Menschen in Österreich sind armutsgefährdet. Langzeitarbeitslose, alte Menschen und Jugendliche sind besonders betroffen. Allein in Tirol gelten laut Caritas ca. 33.000 Kinder und Jugendliche als armutsgefährdet.

Apropos Einsatz für junge Menschen: Eines der Schwerpunktprojekte der Sammlung ist auch das Jugendzentrum „Space“ in der Reichenau. „Hier dürfen Jugendliche sein, wie sie sind, und auch einfach ‚abhängen‘“, erklärt Leiterin Melania Jakober. Als Ursache für Jugendarmut sieht sie besonders die Orientierungslosigkeit nach dem Pflichtschuljahr, das Problem ziehe sich durch alle Bildungsschichten.

TT-ePaper testen und eine von drei Gasser Tourenrodeln gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die TT verlost drei Gasser Tourenrodeln und 50 Thermosflaschen

Gesammelt wird im November auch für das Demenz-Servicecenter der Caritas Tirol, das sich der Betreuung Demenzkranker und deren Angehöriger widmet. (gstivi)


Kommentieren


Schlagworte