Argentinischer Präsident Macri vor Abwahl

Die Argentinier wählen am Sonntag einen neuen Staatschef. Der wirtschaftsliberale Präsident des südamerikanischen Landes, Mauricio Macri, bewirbt sich um eine zweite Amtszeit. Umfragen sehen allerdings Herausforderer Alberto Fernández vorn. Der Mitte-Links-Kandidat aus dem peronistischen Lager tritt gemeinsam mit der früheren Staatschefin Cristina Kirchner an, die Vizepräsidentin werden will.

Die Wahl findet vor dem Hintergrund einer schweren Wirtschaftskrise in dem Land statt. Bei der Vorwahl zur Präsidentschaftswahl im August hatte Fernández einen Vorsprung von mehr als 15 Prozentpunkten vor Macri. Sieger bei der Präsidentschaftswahl wird, wer in der Wahlrunde am Sonntag mehr als 45 Prozent der Stimmen auf sich vereinen kann oder mindestens 40 Prozent der Stimmen sowie einen Abstand von zehn Prozentpunkten zum Zweitplatzierten erzielt. Sollte kein Kandidat eine solch klare Mehrheit bekommen, findet am 24. November eine zweite Wahlrunde statt. 33,2 Millionen Argentinier können bis 18 Uhr Ortszeit (23 Uhr MESZ) ihre Stimme abgeben.


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