Regionalliga

Die Mannschaft ist bei Spitzenreiter Schwaz der Star

Schwaz-Coach Bernhard Lampl.
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Der Tabellenführer der Regionalliga Tirol setzt auf das Kollektiv und auf Daten. Der Erfolg gibt den Unterländern Recht.

Von Daniel Lenninger

Schwaz – Der Start des SC Schwaz in die neu geschaffene Regionalliga Tirol verlief alles andere als erfolgreich. Die Silberstädter gingen am 26. Juli in der Reichenau mit 0:6 unter. „Ich verliere lieber einmal in dieser Höhe als dreimal 0:1“, wollte Trainer Bernhard Lampl die Auftaktniederlage damals schnell abhaken.

Wie sehr die Rehabilitation nach diesem niederschmetternden Ergebnis gelang, zeigt drei Monate später die Tabelle. Schwaz steht zwei Runden vor Ende des Grunddurchgangs an der Spitze. Dass die Mannschaft um Kapitän Tobias Vogler noch aus den Top zwei rutscht, benötigt bei sechs Punkten und zehn Toren Vorsprung auf den Dritten Telfs schon ein kleines Fußballwunder. Der Tabellenführer steht also mit mehr als einem Bein im überregionalen Play-off, in dem Duelle mit den ebenfalls dafür qualifizierten Mannschaften aus Salzburg und Vorarlberg warten.

Sein Team habe „im Kollektiv das umgesetzt, was wir vorgaben“, zeigt sich Lampl zufrieden mit dem bisher Geleisteten. Auf dem Transfermarkt hatte sich Schwaz im Sommer vornehm zurückgehalten. Die Abgänge wurden adäquat, allerdings keinesfalls mit großen Namen ersetzt. Über die Verpflichtungen von Stephan Kuen (WSG Amateure) oder Hikaru Matsui (aus Japan) wurde in der Tiroler Fußballszene weniger gesprochen als über die Investitionen von Zirl (Julius Perstaller, Harald Pichler) oder Wörgl (Marco Kofler). „Ich hätte auch gerne einen Thomas Bergmann (Ex-Profi und Kapitän bei Liga-Rivale Zirl, Anm.)“, betont der Schwazer Coach, „aber das spielt sich bei uns einfach nicht.“

Also schlüpft das Team in die Rolle des Stars. Ein Beispiel gefällig? Obwohl Schwaz die meisten Treffer aller Liga-Teams erzielte, findet man keinen Akteur des Spitzenreiters in den Top Ten der Torschützenliste. Das Knipsen und die Verantwortung verteilen sich auf mehrere Schultern, wie auf jene der Leistungsträger Johannes Kinzner, Michael Knoflach und Bruder Patrick Knoflach.

Lampl selbst stimmen auch tiefergehende Zahlen positiv. GPS-Westen und ein Video-System weisen Woche für Woche objektive Werte aus. „Wir haben schon eine Passquote von 80 Prozent“, gewährt der mit der Zeit gehende, daten-affine Lampl Einblick. Den wichtigsten Wert dürfte aber die Tabelle ausspucken. Und Platz eins ist demgemäß nicht zu toppen.

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