Drei Demonstranten in irakischer Stadt Kerbela erschossen

Bei Ausschreitungen am Rande von regierungskritischen Protesten sind im Irak drei Menschen getötet worden. Sie seien in der Nacht zum Montag in der Stadt Kerbela erschossen worden, teilten Rettungskräfte mit. Sicherheitskräfte gaben in der Nacht vor dem iranischen Konsulat in der heiligen Stadt südlich von Bagdad Schüsse ab, um Demonstranten auseinanderzutreiben.

Diese versuchten nach Berichten von AFP-Korrespondenten, über die Mauern des Konsulats zu klettern und Feuer zu legen. Im Irak protestieren seit Anfang Oktober Zehntausende gegen Korruption und die hohe Arbeitslosigkeit im Land. Die Demonstranten werfen unter anderem dem Nachbarstaat Iran vor, für das korrupte System im Irak verantwortlich zu sein.

Die Protestbewegung wendet sich mittlerweile gegen die gesamte politische und religiöse Führung des Landes. Bisher wurden mehr als 250 Menschen bei den Protesten getötet, die meisten von ihnen Demonstranten.

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