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30 Jahre nach Mauerfall: Wiedervereinigung bremste Demokratie-Rausch aus

Drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall weist Ostdeutschland weiter Fortschritte beim Aufholprozess vor. Und doch ist die Unzufriedenheit und der Zulauf zur AfD groß. Der Versuch einer Erklärung.

Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall sind Ost- und Westdeutschland nicht ganz eins. Die wirtschaftlichen Unterschiede werden nach wie vor kleiner, doch die Unzufriedenheit hält an.
© Getty Images/iStockphoto

Von Gabriele Starck

Berlin, Leipzig — Die Euphorie über die Grenzöffnung ist verpufft, ebenso ist die Depression der ersten Jahre wegen geschlossener Fabriken und nicht mehr existenter Arbeit verflogen. Doch zum 30-Jahr-Jubiläum der Friedlichen Revolution von 1989 kommt wenig Feierstimmung auf in Deutschland. Vielmehr hat sich so etwas wie Ratlosigkeit breitgemacht, ausgelöst von den Wahlerfolgen der rechtsnationalen AfD, die in Teilen vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall geprüft wird.

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