Großer Jihadisten-Prozess in Graz gestartet

Im Grazer Straflandesgericht müssen sich seit Freitag wieder mutmaßliche Anhänger des Terrorregimes Islamischer Staat (IS) verantworten. Von den 13 Angeklagten erschienen zum Prozessauftakt elf. Der Hauptangeklagte, ein Prediger, wurde aus der Haft vorgeführt, ein Beschuldigter ist untergetaucht. Sie alle sollen Sympathisanten des radikalen muslimischen Glaubensvereins Taqwa sein.

Allen Beschuldigten - unter ihnen auch drei Frauen - werden die Verbrechen der terroristischen Vereinigung, der kriminellen Organisation und der staatsfeindlichen Verbindung vorgeworfen. Eine der Anschuldigungen lautet, sie hätten Mitglieder des Vereins radikalisiert und für die Ideen des IS begeistert. Die Angeklagten sollen teilweise auch ganze Familien samt ihren unmündigen Kindern dazu gebracht haben, nach Syrien zu übersiedeln und sich dem Jihad anzuschließen. Der Prozess ist bis Ende November anberaumt.


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