Virgen: Großes Engagement für die Schule

Die Neue Mittelschule in Virgen feierte 50 Jahre ihres Bestehens.

Diese tanzbegeisterten jungen Damen der NMS Virgen traten im Rahmen der 50-Jahr-Feier ihrer Schule auf.
© Agu

Von Daniela Agu

Virgen –Die Neue Mittelschule (NMS) Virgental zelebrierte ihr fünfzigjähriges Bestandsjubiläum. Eltern, der Lehrkörper, Politik und Ehrengäste wurden von Schulleiter Gerhard Wörister willkommen geheißen. Dieser betonte das harmonische Zusammenwirken mit der Volksschule unter der Leitung von Franz Holzer und dem Kindergarten unter Irmgard Brosch. „Diese tragen“, wie Wörister findet, „den Gedanken der Gemeinschaft im Hause mit.“

Besonders stolz ist Wörister auf die „hochwertige und individuelle Förderung“ der Kinder. Die vierten Klassen würden optimal auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereitet. Berufsorientierung sei die Stärke seiner Neuen Mittelschule, in viertägigen Praktik­a erlangen die Kids einen wichtigen ersten Eindruck vom Berufsleben. Der Direktor untermauerte dies mit Fotos, die Mädchen und Burschen bei der Arbeit im Altenheim, auf der Baustelle und an anderen Orten zeigten, wo die Jugendlichen Erfahrungen sammeln durften.

„Die Erfolge der Schule können sich sehen lassen“, meint Wörister: „Preisgekrönte Filmprojekte, Auszeichnungen für das EDV-Angebot an der Schule und Preise für Sport und Musik zeigen, dass unsere Schule auf einem guten Weg ist.“ Er verwies dabei auf die „hervorragende Infrastruktur und moderne, digitale Unterrichtsplätze“. Als Vertreterin der Bildungsdirektion Tirol war Regierungsrätin Elisabeth Bachler anwesend. Sie wünschte „Kraft und Energie, um die hochwertige pädagogische Arbeit in diesem Hause fortzuführen“. Bachler forderte: „Von der Schiefertafel zur digitalen Tafel ist es wichtig, die Kreativität der Kinder auf allen Ebenen zu fördern, denn das ist eine Investition in die Zukunft.“

Bürgermeister Dietmar Ruggenthaler erinnerte an die Anfänge der Schule: „Großes Engagement war nötig, um den Bau der Schule durchzusetzen. In Konkurrenz stand 1964 das Bauvorhaben der Hauptschule Matrei, als das Haus in Virgen geplant wurde. 1965 wurde alles Mögliche getan, um das Projekt zu verwirklichen. 1966 gab es ablehnende Stimmen aus der Bevölkerung, diese sollte sich damals finanziell am Bau der Schule beteiligen. 1967 begann doch die Bauphase. 700 Schilling zahlte ein Haushalt mit Kindern, ledige Berufstätige zahlten 300 Schilling im Jahr laut einer Sprengelverordnung, die 1967 verabschiedet wurde. 1969 wurde die Schule schließlich feierlich eröffnet. Ein Umbau 2002–2003 brachte eine Totalsanierung des Kultursaales mit sich. Die Schule wurde modernisiert und zeitgemäß ausgestattet.“

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Von den Leistungen der Schüler konnten sich die Besucher in diversen Darbietungen überzeugen. Die Schulkapelle spielte einige Stücke, der Schulchor präsentierte ein buntes Programm, die „Zumba Mädels“ tanzten zu heißen Rhythmen, andere Schüler boten eine atemberaubende Trampolinshow. Allen Interessierten wurde eine Führung durch das Schulhaus angeboten, wo ihnen die Lehrmittel und Möglichkeiten nähergebracht wurden.


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