Derby in Bozen: Darling-Debüt zieht die Blicke auf sich

Im Derby gegen Bozen feiert der neue Haie-Goalie Scott Darling heute (19.15 Uhr) seine Liga-Premiere.

Scott Darling gibt heute sein Liga-Debüt im Haie-Kasten.
© Foto TT/Rudy De Moor

Von Alex Gruber

Innsbruck –Im Nordtirol-Südtirol-Derby in der Bozner Eiswelle steppt heute sicher wieder der Bär. Nicht wenige aus dem Lager der Innsbrucker Haie haben deswegen ihre Reise über den Brenner angekündigt. Das liegt nicht nur daran, dass die Distanz überschaubar und die Pizza über der Grenze vielleicht vor dem Match noch ein Stück weit besser schmeckt, sondern wohl mehr an der Tatsache, dass Stanley-Cup-Sieger Scott Darling heute erstmals bei den Innsbruckern zwischen den Pfosten steht.

„Ich bin mir sicher, dass die ganze Liga auf ihn schauen wird“, weiß auch Headcoach Rob Pallin. Nachsatz: „Er ist Druck gewöhnt.“ Davon kann man nach 131 Partien in der NHL getrost ausgehen.

Mit ähnlich starker Defensiv-Arbeit wie beim 3:1-Heimsieg gegen Fehervar vor der Länderspielpause soll man Darling sein Debüt in der Erste Bank Eishockeyliga erleichtern. Das wird beim neuerlichen Ausfall der beiden Topverteidiger Mike Boivin (verletzt) und Sacha Guimond (gesperrt) schwer genug. Dass Darling mit jedem einzelnen Training seit seiner Ankunft am vergangenen Mittwoch „jeden Tag besser“ geworden sei, haben Pallin und sein Co-Trainer Mitch O’Keefe mit Wohlgefallen notiert.

„Ich fühle mich viel besser und habe mich an die dünnere Luft hier gewöhnt. Die Energie und Fitness passen“, fiebert der 30-jährige Schlussmann nach längerer Spielpause durchaus aufgeregt seinem ersten Match in der Erste Bank Eishockeyliga entgegen: „Ich habe einiges über das starke Team aus Bozen gehört. Training ist Training, ein Spiel dann doch was anderes: Ich bin gespannt, was hier für ein Hockey gespielt wird. Und ich freue mich auf mein erstes Match in einer vollen Arena“, strahlte der 195-cm-Hüne übers Comeback auf neuem Eis.

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Debüt von „Dirty Mike“: Die Haie werden gegen die Legionärstruppe aus Südtirol, die den Vorteil von Doppelstaatsbürgern (Italokanadiern) genießt, nur mit einer starken Mannschaftsleistung bestehen können. Und in der vierten Angriffsreihe bringt Pallin heute mit einem namensgebenden Schmunzeln möglicherweise „Dirty Mike“ ins Spiel: Das 18-jährige Eigengewächs Michael Kuprian hat ausgerechnet Innsbrucks Goon Flo Pedevilla beim Training eine dicke Lippe verpasst. Der „Nino“ nahm’s gelassen, Kuprians Frechheit hat es dem Trainerteam aber angetan. Der Leitsatz „Wir müssen von der Strafbank wegbleiben“, gilt heute aber für alle.


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