Wirtschaftsforscher sehen uneinheitliche Konjunkturaussichten

Die Weltwirtschaft befindet sich in einer Schwächephase, die bereits im Vorjahr begonnen hat. In Österreich ist die Konjunktur weiterhin schwach, blieb jedoch bislang stabil.

(Symbolfoto)
© dpa

Wien – Die Weltkonjunktur scheint sich gegenwärtig etwas zu stabilisieren. In den USA und im Euro-Raum expandiert das BIP unverändert kräftig, und auch in Deutschland deuten Indikatoren auf ein allmähliches Ende der Abkühlung hin, berichtet das Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo am Montag in einer Aussendung.

In Österreich sei die Wirtschaft im dritten Quartal „wenig“ gewachsten, die Konjunkturdynamik würden jedoch konstant bleiben. Die Aussichten seien allerdings gemischt und die Erholung auf dem Arbeitsmarkt dürfte bereits zu Ende gehen. Die Inflation verlangsame sich weiter.

Konjunktur schwach aber stabil

In Österreich sei die Konjunktur weiterhin schwach, bliebe jedoch bislang stabil. Die Wirtschaft wuchs im dritten Quartal um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Unbereinigt sei das BIP damit um 1,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahres gelegen. Getragen hätten das Wachstum die Exporte und die Konsumausgaben der privaten Haushalte, die weiterhin zugenommen hätten.

Der Konjunkturaufschwung der vergangenen Jahre wirke auch auf dem österreichischen Arbeitsmarkt weiter nach. Die Zahl der unselbständig aktiv Beschäftigten sei im Oktober laut vorläufiger Schätzung weiterhin deutlich höher als im Vorjahr gewesen, und die Zahl der beim Arbeitsmarktservis (AMS) vorgemerkten Arbeitslosen sei gesunken. Saisonbereinigt zeigten sich aber die Auswirkungen der Wachstumsverlangsamung. So sei die Arbeitslosenquote im Oktober unverändert bei 7,4 Prozent gelegen.

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Eintrübung des Weltwirtschaftsklimas

Auch im Euro-Raum sei die Wirtschaft im dritten Quartal unverändert gewachsen (plus 0,2 Porzent gegenüber dem Vorquartal). In Frankreich, Italien und Spanien sei die Konjunktur bisher stabil geblieben. Die Stimmung

sei in den einzelnen Ländern allerdings unterschiedlich. In Deutschland dürfte die Wirtschaft im dritten Quartal weiter leicht geschrumpft sein. Auch dort zeigten sich jedoch erste Anzeichen einer Beruhigung.

Das Wirtschaftsklima verschlechterte sich laut Einschätzung des ifo-Instituts in nahezu allen Regionen. Insbesondere in den Schwellenländern falle die Lage ungünstiger aus. Dort komme die Abwärtsbewegung im Wesentlichen aus Asien, in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hauptsächlich aus den USA. (TT.com)


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