1:4-Niederlage für die Haie: Nur Darling glänzte in Bozen

Der HC Innsbruck verlor das Eishockey-Derby in Südtirol mit 1:4 (0:0, 1:1, 0:3). Der neue Keeper Scott Darling wusste zu überzeugen, das Powerplay der Haie tat dies dagegen nicht.

Trotz Niederlage durfte Scott Darling (Fangquote 90,2 Prozent) auf ein starkes EBEL-Debüt zurückblicken.
© Amir Beganovic

Von Tobias Waidhofer

Bozen — Das Debüt von Stanley-Cup-Sieger Scott Darling im Haie-Tor endete am Dienstag in Bozen mit einer 1:4-Niederlage. Headcoach Rob Palling wollte trotzdem nicht den Stab über seine Truppe brechen: „Wir hatten zwei gute Drittel und auch die Chance zu gewinnen", meinter der US-Amerikaner.

Nicht nur Daniel Wachter konnte sich am Dienstag gegen Marchetti zu selten durchsetzen.
© Amir Beganovic

Wie üblich nach einer Länderspielpause brauchte auch das Derby in der Bozner Eiswelle Zeit, bis es in Schwung kam. Der HCI hatte trotzdem die besseren Möglichkeiten, doch Ondrej Sedivy (4. Minute) und zweimal Caleb Herbert (6., 12.) fanden ihren Meister in Bozen-Goalie Leland Irving.

Auf der anderen Seite verbrachte Stanley-Cup-Sieger Scott Darling ein ruhiges Premierendrittel in der Erste Bank Eishockey Liga, bei der größten Südtiroler Chance im einzigen Powerplay des ersten Abschnitts durch Stefan Giliati ließ er aber seine große Klasse aufblitzen. Da sollte nicht das letzte Mal am ­gestrigen Abend gewesen sein ...

„Wir sind gut ins Spiel gestartet, aber wir müssen im zweiten Drittel wieder näher am Mann stehen", meinte Urgestein Flo Pedevilla am Weg in die Kabine. Eine Vorsatz, dem aber die Umsetzung fehlte: Denn Bozen war nun Herr in der Eiswelle — und nach zwei starken Paraden musste der US-Keeper in der 25. Minute erstmals hinter sich greifen. Das Tor von Domenico Alberga war der 1000. Treffer des HC Bozen im EBEL-Grunddurchgang. Die Südtiroler waren in der Folge näher am 2:0 dran als die Haie am Ausgleich. Vor allem bei einem Powerplay in der 32. Minute brannte es lichterloh rund um das Innsbrucker Gehäuse. Doch nach einem Ausrutscher von Giliati stand es plötzlich 1:1, weil Daniel Wachter blitzschnell schaltete und Youngster Lukas Bär dessen ersten Saisontreffer servierte (34.).

17. Runde:

Red Bull Salzburg - Dornbirner EC 1:2 (0:1,0:1,1:0).

Tore: Hughes (55.) bzw. Gartner (15.), Tamminen (25.)

18. Runde:

Graz99ers - KAC 3:2 (2:0,0:2,1:0).

Tore: Grafenthin (8.), Hilding (19./PP), King (44./PP) bzw. Obersteiner (27./PP), Comrie (34.)

19. Runde:

Black Wings Linz - HC Znojmo 3:4 n.V. (1:2,1:0,1:1;0:1).

Tore: Kristler (5.), Lebler (35.), Gaffal (56.) bzw. Svoboda (17.), Luciani (20., 63.), Flick (60.)

22. Runde:

HCB Südtirol - HC Innsbruck 4:1 (0:0,1:1,3:0).

Tore: Alberga (26.), Insam (48.), Spinozzi (52./SH), Frigo (57.) bzw. Bär (34.)

17. Runde:

Fehervar AV19 - VSV 1:2 n.V. (0:0,0:1,1:0;0:1).

Tore: Girard (47.) bzw. Reid (27., 63./PP)

Der Schlussabschnitt startete dann nach einem Innsbrucker Abspielfehler im eigenen Drittel mit der nächsten Darling-Heldentat. Auf der anderen Seite ließen die Innsbrucker zum wiederholten Male ein Powerplay ungenützt verstreichen, beinahe wäre den Südtirolern in Minute 44 sogar ein „Shorthander" gelungen.

Bozen war nun die bessere Mannschaft, doch Neo-Keeper Darling (er hatte schlussendlich eine Fangquote von 90,2 Prozent) hielt die Innsbrucker mit einigen „Big Saves" (besonders gegen Bernard in Minute 47) im Spiel. Das überfällige 2:1 durch Marco Insam eine Minute später war dann aber hochverdient. Die Innsbrucker konnten — trotz einer Broda-Chance (50.) — nicht mehr zulegen. Dass die Haie dann in Überzahl das 1:3 kassierten, setzte dem am gestrigen Abend schwachen Powerplay die Krone auf. In diesem Zusammenhang haderte Headcoach Pallin nach dem 1:4 auch mit dem Fehlen zweier Schlüsselspieler: „Dass Boivin und Guimond gefehlt haben, hat man im Powerplay gesehen."


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