Frieden verschiebt Tiefgaragenprojekt in Lienz erneut

Die Baugenossenschaft kämpft mit hohen Errichtungskosten für ihr Projekt am Südtiroler Platz.

Die einspurige Einfahrt in die bestehende Tiefgarage könnte zu einer zweispurigen verbreitert werden.
© Blassnig

Lienz –Der Südtiroler Platz im Lienzer Zentrum verharrt im Dornröschenschlaf. Wie bereits im Februar des Jahres berichtet, war es in den letzten Jahren ruhig geworden um ein neues Tiefgaragenprojekt der gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgenossenschaft Frieden mitten in Lienz. Es hätte anfangs ein umfassendes unterirdisches Objekt werden sollen, mit getrennten Ein- und Ausfahrten am Südtiroler Platz bzw. am Markt. Der Lienzer Gemeinderat hat bereits im Jahr 2015 das Baurecht an die Genossenschaft Frieden vergeben. Die Umsetzung verzögert sich nun aber weiter.

„Wir haben eine Entwicklungszeit gebraucht“, gab Dietmar Härting, Geschäftsleiter von Frieden Tirol, Anfang des Jahres Auskunft. Das Projekt sei zu keinem Zeitpunkt aufgegeben worden. Härting berichtete von einer Verkleinerung der Tiefgarage auf 50 Stellplätze. Die bestehende einspurige Zufahrt in die jetzige Tiefgarage möchte der Bauträger zu einer zweispurigen verbreitern. Nur noch die nördliche Hälfte des Südtiroler Platzes soll Tiefgarage werden, bis knapp vor den östlichen Zebrastreifen. Um Kosten zu sparen, hat die Genossenschaft dieses Baulos für die Ausschreibung mit einem zweiten verknüpft: Die „Vergeinerzeile“ mit Geschäftslokalen sowie das ehemalige Weinlager auf der westlichen Innenhofseite werden überbaut – 30 neue Wohnungen sollen hier entstehen. „Wir arbeiten immer noch daran, die Baukosten zu senken, um die Kriterien der Wohnbauförderung zu erfüllen“, räumt Härting auf Anfrage der TT ein. Frühestens in einem Jahr könnte der Baustart aus heutiger Sicht erfolgen. „Wenn nicht gar erst 2021.“ (bcp)

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