Provokante Aktion: Grenzstein am Brenner zu Sondermüll erklärt

Mit einer provokanten Aktion am Brenner sorgte am Montag die „Süd-Tiroler Freiheit" für Diskussionen. Aktivisten der Partei, deren Vertreter...

Für Diskussionen sorgte am Montag eine Aktion am Brenner.
© STF

Mit einer provokanten Aktion am Brenner sorgte am Montag die „Süd-Tiroler Freiheit" für Diskussionen. Aktivisten der Partei, deren Vertreter auch im Südtiroler Landtag sitzen, hatten den Grenzstein mit einer blauen Folie verpackt und als „Sondermüll" deklariert. Anlass war die Besatzung des Brenners durch italienische Truppen am 11. November 1918.

In einer Presseerklärung teilte die „Süd-Tiroler Freiheit" mit, dass „mit der Verhüllung des Grenzsteins der Unrechtsgrenze bewusst ihre Sichtbarkeit" genommen wurde. Sie habe „symbolisch beseitigt" werden sollen. „Denn wenn der Brenner von den Menschen nicht mehr als Grenze wahrgenommen wird, bleibt von der italienischen Staatsgrenze nichts mehr übrig."

Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Die postfaschistische italienische Partei „Fratelli d'Italia" (Brüder Italiens) sprach gestern von einer „unerträglichen Provokation" und forderte entschlossene Reaktionen sowie ein offizielles Verbot der „Süd-Tiroler Freiheit". (bfk, APA)

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