Israel holte gegen Palästinenser zum Gegenschlag aus

Militante Palästinenser haben am Mittwoch den zweiten Tag in Folge vom Gazastreifen aus Raketen auf Israel abgefeuert. Berichte über mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor. Als Reaktion bombardierte die israelische Armee mehrere Ziele der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Jihad. Dabei seien zwei Palästinenser getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium im Gazastreifen mit.

Die Zahl der Toten im Gazastreifen stieg damit seit Dienstag auf zwölf. Bei einem der Toten durch die israelischen Angriffe handelte es sich nach Angaben des Islamischen Jihad um einen Kämpfer der Miliz. Israels Armee teilte mit, sie habe mit einer Reihe von Luftangriffen auf erneute Raketenangriffe aus dem Gazastreifen in der Nacht auf Mittwoch reagiert. Dabei sei auch eine Raketenabschussbasis des Islamischen Jihad beschossen worden.

Israel hatte am Dienstag einen Angriff auf das Haus des Islamischer-Jihad-Anführers Baha Abu Al-Ata verübt, bei dem Ata und seine Frau getötet wurden. Der Islamische Jihad und die im Gazastreifen regierende radikalislamische Hamas-Miliz kündigten in der Folge Vergeltung an. Seither wurden aus dem Gazastreifen mindestens 220 Raketen auf Israel abgefeuert. Nach Angaben der israelischen Armee wurden 90 Prozent der Raketen vom Luftabwehrsystem abgefangen. Todesopfer gab es in Israel nicht.


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