Verkehrskollaps in Tirol: Experten informieren im Congress

Tirol und der Verkehr — ein ewig leidiges Thema. Das Kuratorium Sicheres Tirol (KSÖ) lädt am kommenden Montag zu einer hochkarätig besetzten Diskussionsveranstaltung in den Congress Innsbruck. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung Pflicht.

Nicht nur auf den Autobahnen, auch auf den Straßen in die Ballungszentren staut es sich täglich.
© Thomas Böhm

Innsbruck –Die Bevölkerung in Tirol stöhnt unter einer unerträglichen Verkehrsbelastung. Nicht nur gestern, als Schnee sowohl den Individual- als auch den Schwerverkehr behinderte. Mittlerweile ist der Verkehrskollaps ein sich ständig wiederholendes Ärgernis. Das Land Tirol reagierte bekanntlich mit einem Bündel an Maßnahmen, das von sektoralen Lkw-Fahrverboten für bestimmte Güter über die Blockabfertigung in Kufstein bis hin zur Beschränkung des Ausweichverkehrs auf Bundes-, Landes- und Gemeindestraßen reicht.

Auch das Kuratorium Sicheres Österreich, Landesklub Tirol (KSÖ), widmet sich dem Stau auf Tirols Straßen. Die entscheidende Frage lautet: Wie viel Verkehr verträgt das Bundesland noch oder sind die Grenzen der Belastbarkeit bereits überschritten? Eine Antwort versuchen am kommenden Montag, 18. November, eine Reihe von Experten zu geben. Sie diskutieren auf Einladung des KSÖ ab 19 Uhr im Saal Innsbruck des Congress Innsbruck. Den Anfang machen LH Günther Platter und LHStv. Ingrid Felipe, danach spricht Christian Molzer, der Vorstand der Abteilung Verkehr und Straße im Amt der Tiroler Landesregierung, über die Entwicklungen der Verkehrsbelastung auf den wichtigsten Straßen. Konrad Bergmeister gibt im Anschluss daran Auskunft darüber, ob das Jahrhundertprojekt Brennerbasistunnel eine spürbare Entlastung bringen wird.

Der Tiroler Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele erläutert dann, wie viel Verkehr Tirols Autobahnen noch vertragen und wie stark die Beeinträchtigungen durch künftige Baustellen sein werden. Ebenfalls am Podium vertreten sind Alexander Jug vom Verkehrsverbund („Welche Impulse braucht es, um noch mehr Menschen zur Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zu motivieren?“), Markus Mailer von der Universität Innsbruck („Gibt es Möglichkeiten, den Verkehr in Tirol zu entzerren bzw. zu verlagern, um Staus auf den Straßen zu reduzieren oder zu vermeiden?“) und Europarecht-Experte Walter Obwexer. Er geht der Frage auf den Grund, welche Einschränkungen im Transitverkehr unter Berücksichtigung von EU-Recht möglich sind (Stichwort Lkw-Obergrenze, weitere sektorale Fahrverbote, vorhersehbare und kurzfristig angeordnete Dosierungen und Ähnliches).

Der Eintritt zur hochkarätigen Informationsveranstaltung ist frei, der Einlass erfolgt ab 18.30 Uhr. Eine Anmeldung unter der Telefonnummer 0512/5354-2459 ist allerdings notwendig. (TT)


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