Lienzer Bergbahnen unter neuer Führung

Mario Tölderer wurde befristet als Vorstand bestellt. Strategieausschuss rüttelt an Gesellschaftsform der AG.

Mario Tölderer wurde zum Bergbahnen-Vorstand bestellt.
© Tölderer

Lienz –In der Aufsichtsratssitzung der Lienzer Bergbahnen vom 12. November stand nach dem Abgang von Klaus Hofstätter die Nachbesetzung des Vorstandspostens auf der Tagesordnung. Insgesamt gab es für diese Stell­e 18 Bewerbungen, wobei sechs Kandidaten in die engere Wahl gezogen wurden. Nach erfolgten Hearings hat sich das Aufsichtsgremium für die Bestellung des derzeitigen Interimsvorstandes Mario Tölderer entschieden – und zwar vorerst befristet auf ein Jahr. Dies teilte das Unternehmen gestern in einer Aussendung mit. Tölderer habe bisher professionelle Arbeit geleistet (unter anderem wurd­e bereits in eine Ergänzung der Beschneiungsanlagen auf dem Zetterfeld investiert). Außerdem wolle man innerhalb des nächsten Jahres die Weichen für die weitere Entwicklung der Lienzer Bergbahnen AG stellen. Der Aufsichtsrat schließt dabei auch eine Umstrukturierung der Gesellschaftsform ausdrücklich nicht aus.

Tölderer erklärte gestern gegenüber der Tiroler Tageszeitung, die Zusammenarbeit der beiden Hauptaktionäre TVB und Stadt Lienz sei von einer positiven Aufbruchsstimmung getragen. „Das war einer der Hauptbeweg­gründe, mich für den Vorstandsposten zu bewerben.“ Der leidenschaftliche Sportler bezeichnet das Seilbahnenwesen und den Tourismus als seine persönlichen Interessensfelder. Vor seiner Rückkehr nach Lienz im Winter 2017 war Tölderer knapp drei Jahre lang im Projektmanagement der Bergbahnen Mayrhofen tätig, nachdem er in Innsbruck Wirtschaftswissenschaften studiert hatte.

„Als Schlossgassler war der Hochstein auch mein Hausberg“, sagt der neue Vorstand. „Mir ist die ganzjährige Belebung der beiden Lienzer Gebiete ein echtes Anliegen. Die bisherige Entwicklung am Hochstein bietet auf drei Ebenen Erlebnis und Action ebenso wie unberührte Natur. Beides ist wichtig und soll sich ergänzen. Heute ist das fast ein Alleinstellungsmerkmal.“ Die aktuellen Schneefälle machen es seit vielen Jahren erstmals wieder möglich, früher in den Winter zu starten, freut sich Tölderer. Bereits am 23. und 24. November nimmt das Zettersfeld den Skibetrieb auf, bis zum vollen Saisonstart am 7. Dezember wird es einen Wochen­endbetrieb geben. (bcp)


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