Nadal zog bei ATP Finals Kopf aus der Schlinge, Tsitsipas zweiter Halbfinalist

Nach Dominic Thiem hat sich Stefanos Tsitsipas als zweiter Spieler für das Semifinale ATP Finals qualifiziert. Während der Grieche schon sein Samstag-Halbfinal-Ticket fix hat, kämpft Nadal noch um den Aufstieg.

Nach fast drei Stunden durfte Nadal doch noch jubeln.
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London – Nach Dominic Thiem hat sich am Mittwoch der Grieche Stefanos Tsitsipas als zweiter Tennis-Spieler für das Semifinale der mit 9 Millionen Dollar dotierten ATP Finals qualifiziert. Der als Nummer 6 gesetzte 21-Jährige besiegte im Spiel der jüngsten Teilnehmer in London Titelverteidiger Alexander Zverev (GER-7) nach nur 74 Minuten mit 6:3,6:2.

Tsitsipas stellte damit im Head-to-Head mit dem ein Jahr älteren Deutschen bereits auf 4:1. Der Debütant beim ATP-Saisonshowdown der besten acht Spieler des Jahres trifft nun am Freitag auf den topgesetzten Rafael Nadal. Der Spanier hatte sich zuvor in drei dramatischen Sätzen gegen Daniil Medwedew (RUS-4) durchgesetzt.

Während der Grieche schon sein Samstag-Halbfinal-Ticket fix hat, kämpft Nadal noch um den Aufstieg. Im weiteren Freitag-Gruppenmatch treffen Zverev und Medwedew aufeinander.

Nadal siegte nach Kampf

Rafael Nadal hat in einem ähnlich dramatischen Match wie am Abend zuvor Dominic Thiem gegen Novak Djokovic noch den Kopf aus der Schlinge gezogen. Der 33-jährige Spanier stand gegen den Russen Daniil Medwedew bei 1:5 im dritten Satz mit dem Rücken zur Wand, siegte aber noch nach 2:46 Stunden mit 6:7(3),6:3,7:6(4).

Es war beinahe das gleiche Ergebnis wie der Sieg von Thiem über Djokovic (6:7/5,6:3,7:6/5) und dauerte auch fast auf die Minute gleich lang. Für Nadal wäre es allerdings schon die zweite Niederlage gewesen, nun hat er alle Chancen auf den Aufstieg ins Halbfinale im letzten Gruppenspiel am Freitag gegen Stefanos Tsitsipas (GRE).

Besonders pikant: Wird Nadal in der Gruppe „Andre Agassi“ Zweiter, dann wäre er der Semifinal-Gegner von Thiem am Samstag. Dann hätte Thiem die Chance, nach Roger Federer und Djokovic alle drei Tennis-Legenden im gleichen Turnier zu bezwingen.

„Ehrlich, ich habe super viel Glück gehabt. Sorry für Daniil, er ist ein harter Fighter. Er hat natürlich im dritten Satz viel besser als ich gespielt“, zeigte sich Nadal wie immer sportlich. „So ein Spiel wie heute gewinnt man vielleicht eines von 1.000.“

Bei 3:5 im dritten Satz hatte Nadal nach dem ersten Rebreak wieder an seine Chance geglaubt. „Dann ist man nur noch ein Break weg. Ich weiß wie schwer es ist, ein Match auszuservieren. Ich habe heute wesentlich besser gespielt als vor zwei Tagen, das ist eine sehr positive Sache für mich.“ (APA)


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