Förderung von Kleinprojekten für Tiroler Bauern

Damit die drohenden Auswirkungen des Brexits die Tiroler Bauern nicht zu hart treffen, hat Tirol vorgebaut.

Tirols Bauernbunddirektor Peter Raggl (r.) und Bezirksbauernchef Rudolf Köll sind skeptisch gegenüber großen Beutegreifern.
© Paschinger

Imst –Damit die drohenden Auswirkungen des Brexits die Tiroler Bauern nicht zu hart treffen (diskutiert werden in der EU derzeit minus 15 Prozent bei Umwelt- und Bergbauernförderungen), hat Tirol vorgebaut. Das Land fördert nämlich kleinere und mittlere Bauvorhaben im bäuerlichen Bereich ab einer Mindestsumme von 5000 Euro mit 40 Prozent. Das gaben Tirols Bauernbunddirektor Peter Raggl und der Imster Bezirksbauernchef BM Rudolf Köll bei der Herbsttour des Bauernbundes bekannt. Auch seitens des Bundes sei ein Ausgleich über das nationale Budget möglich, nimmt Raggl ÖVP-Parteichef Sebastian Kurz beim Wort.

Die bisherigen und anhaltenden Unsicherheiten bei den Almfutterflächen sollten mit Hilfe eines satellitengestützten Förderungsmodells in den Griff bekommen werden. Überhaupt geht es den beiden darum, die Almen weiterhin zu bestoßen. Dabei brauche es entsprechende Anreize, damit wieder mit Milchkühen aufgefahren werden kann.

Ein besonderes Thema ist und bleibt die Frage der großen Beutegreifer. „Wir sind der stärkste Bezirk Tirols, was die Schafhaltung angeht“, betont Köll. Raggl will die Almen als „sensible Regionen“ etablieren. Und er fordert in der Frage des Wolfsmanagements, dass „es auch Abschüsse geben“ müsse. Möglichen Rudelbildungen sei jedenfalls entgegenzuwirken.

Insgesamt sei die Anzahl der bäuerlichen Betriebe im Bezirk „stabil“, wie Köll erklärt, „wir haben glücklicherweise eine flächendeckende Bewirtschaftung“. (pascal)

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