Neue Kufsteiner TVB-Spitze will „im selben Tempo weitermachen“

Mit Georg Hörhager hat der TVB Kufsteinerland seit Donnerstagabend eine freiwilliges Mitglied als neuen Obmann. Die Messlatte für ihn liegt hoch.

Gerhard Föger (Abt. Tourismus Land Tirol, 2. v. r.) gelobte neuen Vorstand an: Obmann Georg Hörhager (M.) mit Stellvertretern Peter Mayer (l.) und Emanuel Präauer (r.) und Aufsichtsratsvors. Helmut Naschberger.
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Von Jasmine Hrdina

Kufstein –Lange dauerte es am Donnerstagabend nicht, bis über dem Kufsteiner Stadtsaal weißer Rauch aufstieg. Nachdem es pro Stimmgruppe je einen Vorschlag gab, konnte sich der frisch gewählte neunköpfige Aufsichtsrat des TVB Kufsteinerland auf Georg Hörhager als künftigen Obmann einigen. Als Stellvertreter zur Seite stehen ihm Peter Mayer (Hotel Panorama Royal) und Emanuel Präauer (Festung Kufstein). Die Entscheidung war nicht unumstritten, wie man aus Insiderkreisen hört, die Enttäuschung bei manchem Kandidaten entsprechend groß. Für ein Gruppenfoto wollte der für die Stimmgruppe II zur Wahl angetretene Simon Hermann Huber jedenfalls nicht mehr posieren.

„Wir werden uns bemühen, im selben Tempo weiterzuarbeiten wie bisher“, zeigte sich der Neo-Obmann bei seiner Antrittsrede motiviert, bevor er zu seiner ersten „Amtshandlung“ – der Ehrung verdienter Mitglieder – schritt. Fad dürfte den Touristikern damit nicht werden. Altobmann Johann Mauracher, der die Aufgabe, wie berichtet, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr übernehmen kann, legte mit seinem Team in den vergangenen Jahren die Messlatte sehr hoch. „Das Kufsteinerland zählt zu den progressivsten und innovativsten Tourismusverbänden bezogen auf die Breite, in der Tätigkeiten entfaltet werden. Es gibt nicht viele Regionen, die so branchenübergreifend arbeiten“, streute der Leiter der Abteilung Tourismus beim Land Tirol, Gerhard Föger, den Mitgliedern Rosen.

Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Naschberger freute sich, dem neuen Team einen „gesunden und wirtschaftlich starken Verband“ übergeben zu können. Die Bilanz weist für 2018 einen Gewinn von knapp 617.000 Euro auf, im Jahr davor waren es 129.000 Euro. Auch bei den Nächtigungen gab es ein Plus von 2000 im Winter (insgesamt 344.591 Nächtigungen) bzw. 4000 im Sommer (489.306). Die Gäste bleiben allerdings mit drei Tagen im Schnitt weniger lang als in den Jahren zuvor – 2009 waren es noch 3,6 Tage.


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