Christkind sucht in Kufstein noch Helferlein

Mit der „Christkindlpost“ kann man Bedürftigen zu Weihnachten Herzenswünsche erfüllen. Dabei geht es um alles andere als Luxus.

(V.l.) Stephan Vitez (GF RK Kufstein), die Initiatoren Sonja Erlacher, Veronika Salcher De Franco und Irene Apfelthaler (r.; alle Sparkasse Kufstein) sowie Brigitte Winkler (GF Evita) hoffen auf viele „Chistkindln“
© Hrdina

Kufstein –Manchmal muss man dem Christkindl ein bisser­l unter die Arme greifen, denn nicht in allen Häusern sind Packerln unterm Weihnachtsbaum oder ein gedeckter Festtisch selbstverständlich. Mit der „Christkindlpost“ der Sparkasse Kufstein kann man dies ändern und finanziell in Not geratenen Familien einen Herzenswunsch erfüllen.

„Oft geht es um alltägliche Dinge, ein voller Kühlschrank, oder einfach mal einkaufen zu können, worauf man gerade Lust hat“, erklärt Irene Apfelthaler. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Sonja Erlacher und Veronika Salcher De Franco rief die Bankangestellte das Projekt mit den Partnern Rotes Kreuz und der Frauen- und Mädchenberatungsstelle Evita ins Leben.

Bis 28. November werden die Herzenswünsche Bedürftiger gesammelt. Diese werden anonymisiert („Wir wollen niemanden an den Pranger stellen“) auf den Weihnachtsbaum in der alten K&K-Post im Parterre der Sparkasse Kufstein (Oberer Stadtplatz 1) gehängt. Am 28. November laden die Initiatoren der Christkindlpost um 18 Uhr zu einem weihnachtlichen Abend mit Musik, Keksen und Glühwein. „Dabei kann sich jeder Interessiert­e einen Wunsch vom Baum nehmen und erfüllen“, so Apfelthaler. Das Geschenk kann der Helfer bis 13. Dezember (16 Uhr) verpackt in der Sparkasse Kufstein abgeben. Das Team der Christkindlpost sorgt dann dafür, dass es rechtzeitig bis Weihnachten bei der entsprechenden Familie ankommt.

Wer am 28. November keine Zeit hat, kann den Wunschbaum auch zu den normalen Banköffnungszeiten aufsuchen. Im Regelfall sind die Begehren mit Kosten von 50 Euro gedeckelt, in Härtefällen kann es auch mehr sein. „Sollten Wünsche übrig bleiben, hat sich unser Vorstand bereit erklärt, diese zu erfüllen“, freut sich Apfelthaler.

Die Wunschzettel sind über das Lernhaus, die Sozialbegleitung und die Tafel des Roten Kreuzes im Bezirk Kufstein erhältlich, ebenso wie bei Evita und der Pfarre St. Vitus. Mitmachen dürfen alle aus dem Bezirk Kufstein. „Wir betreuen im Jahr 300 Frauen, viele kommen regelmäßig. Wir können sagen, wo die Not am größten ist“, sagt Evita-­Geschäftsführerin Brigitte Winkler. Denn viele Bedürftige würden es sonst nicht wagen, von sich aus an die Spender heranzutreten. (jazz)


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