Firstfeier bei Zubau im Kinderdorf in Nußdorf-Debant

Zwei neue Häuser für Kinder und Jugendliche entstehen im SOS-Kinderdorf Nußdorf-Debant. Im Juni 2020 sollen sie fertig sein.

Firstfeier im Schnee: Bauleiter Thomas Steinlechner, Gemeinderätin Gerlinde Kieberl, Wolfgang Katsch und Guido Fuß vom SOS-Kinderdorf (v. l.) mit den Bauarbeitern, die mit einem Glas Wein anstoßen.
© Oblasser

Von Catharina Oblasser

Nußdorf-Debant –Allen Wetterkapriolen zum Trotz wurde gefeiert: Die beiden neuen Häuser, die gerade im SOS-Kinderdorf in Nußdorf-Debant gebaut werden, machen gute Fortschritte. Die traditionelle Firstfeier fand trotz heftigen Schneeregens statt.

Eines der neuen, zweigeschoßigen Gebäude ist für Kinder bis 15 Jahre gedacht, das zweite für Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren. Je neun Personen haben in einem Haus Platz, die Wohnfläche pro Gebäude beträgt rund 450 Quadratmeter. Und die Neubauten nehmen auf alle Bedürfnisse Rücksicht, sagt der Kinderdorfleiter von Nußdorf-Debant, Guido Fuß: „Alles ist barrierefrei und rollstuhlgerecht. Jedes Kind hat ein eigenes Zimmer.“ Wolfgang Katsch, Geschäftsleiter von SOS-Kinderdorf, ist auf die umweltfreundliche Bauweise stolz: „Wir bauen hier energieeffizient und ökologisch“, sagt er.

Laut dem Bauleiter von der Osttiroler Siedlungsgenossenschaft (OSG), Thomas Steinlechner, liegen die Arbeiten perfekt im Zeitplan. „Heuer im Juni haben wir mit dem Bau begonnen und im Juni oder Juli 2020 sollen die Häuser bezugsfertig sein.“

Insgesamt werden in Nußdorf-Debant 62 Kinder und Jugendliche betreut, das jüngste ist ein Jahr alt, die älteste Bewohnerin 20 Jahre. Wenn die neuen Wohnhäuser fertig sind, können noch einige Kinder mehr dort ein Zuhause finden.

Nußdorf-Debant ist das zweitälteste SOS-Kinderdorf der Welt und wurde vor 64 Jahren gegründet. Guido Fuß lobt die gute Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendhilfe des Landes Tirol. „Auch bei diesem Projekt haben wir uns mit der zuständigen Landesrätin Gabriele Fischer abgesprochen.“ Stellvertretend für Fischer überbrachte die Lienzer Grünen-Gemeinderätin Gerlinde Kieberl die Grüße des Landes.

Auf Innsbruck hofft das SOS-Kinderdorf auch, wenn es um die Kosten für die Neubauten geht. Sie betragen rund 2,8 Millionen Euro, und das Projekt wurde für eine EU-Förderung eingereicht. Wenn das Land mithilft, ist eine Kostenübernahme bis zu 100 Prozent möglich.


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