Und jährlich grüßt der Wetterfrosch

Das Stubaital war heuer Schauplatz des Gipfeltreffens der europäischen TV-Wettermoderatoren. Egal, ob Sturm oder Schnee, gut gelaunt präsentierten sie das Wetter.

Puls-4-Wetterfee Verena Schneider während ihres 16-stündigen Arbeitstags in Neustift im Stubaital. Sie war eine von über 50 Moderatoren, die am diesjährigen Wettergipfel in Neustift teilnahmen.
© Florian_Lechner

Von Viktoria Gstir

Neustift i. Stubaital –Zum Glück sind Wettermoderatoren anpassungsfähig. Während sie am Donnerstag noch bei strahlendem Sonnenschein im „Winderwunderland“ des Stubaier Gletschers vor die Kameras traten, wurden die Wetterfrösche gestern ordentlich nass. Schneetreiben. Sturm. Ein Fest für Meteorologen. Kopfzerbrechen für die Organisatoren. Denn durch die erhöhte Lawinengefahr stand der Gletscher nicht mehr als Schauplatz für diverse Live-Schaltungen zur Verfügung. Prompt wurde ein Ersatz-Set im Tal, in der kleinen Au in Neustift, aufgebaut. Die plötzliche Aufmerksamkeit gefiel ein paar Enten – die munter durch die Übertragungen watschelten.

Alle Jahre wieder gastiert der Internationale Wettergipfel in Tirol und erreicht rund 80 Mio. Zuseher. Heuer waren 16 Nationen, etwa 35 TV-Stationen und über 50 Moderatoren mit von der Partie. Organisiert wird das Ganze von der PR-Agentur Promedia. Für die Wettermoderatoren ist das mittlerweile wie ein Familientreffen. „Der Wettergipfel hat so viele positive Aspekte, wir können Wetter dort machen, wo es stattfindet. Und heuer ist eben die Geschichte, dass wir nicht auf den Gletscher können“, erzählte ORF-Meteorologe Marcus Wadsak. Die Kollegen wieder zu sehen war auch für Verena Schneider, Wetterfee von Puls 4, mit am schönsten. Organisatorisch werde hier das „Rundum-sorglos-Paket“ geboten und gegen die Kälte sei sie mittlerweile mit „Unterwäsche der Superlative“ ausgerüstet, scherzt sie. Nicht ohne Grund. Schneider moderierte und filmte am Donnerstag 16 Stunden durchgehend. Und war dabei eine der Glücklichen, die noch live vom Stubaier Gletscher senden konnten. „Es war wunderschön, der Sonnenschein und die beschneiten Bäume, für mich ideale Bedingungen“, schwärmte sie. Tirol verbinde sie mit Bergen, Wintersport und Skifahren, es sei der ideale Austragungsort für den Winter-Wettergipfel. Da geistert auch die Idee eines Sommer-Wettergipfels in den Köpfen herum.

Christian Häckl, RTL-Meteorologe, „studierter Innsbrucker“ und Mitinitiator des Wettergipfels, kann diesem Vorhaben einiges abgewinnen. „Sehr gerne, einen hatten wir ja schon in Kärnten, das nächste Mal vielleicht eher am Mittelmeer, wo es wärmer ist“, sagt er. Die unglückliche Wettersituation heuer sah er gelassen. „So schnell kann’s in den Bergen gehen, einmal hast du ‚Winter Wonderland‘ und einen Tag später kriegst du Föhn und Regen“, meint Häckl. Seine quirlige RTL-Kollegin Eva Imhof störte der Regen ebenso wenig. „Für mich ist das Wetter immer spannend, ich war selten so mittendrin in der Wetterküche wie dieses Jahr“, zeigte sie sich begeistert.

Die Produktion laufe trotz turbulenten Wetters wie am Schnürchen, man helfe sich allerdings mit Gletscherbildern vom Vortag, erklärte der Regieleiter von Promedia, Christian Jost. Das Set war in knapp drei Tagen aufgebaut. Übrigens: Das Kühtai ist als Austragungsort für den kommenden Wettergipfel schon fixiert. Und auch in den Jahren darüber hinaus soll die internationale Wettershow weiter in Tirol stattfinden.

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