Stadt sucht weiter nach Einrichtungen für Suchtkranke

Das Zentrum für Alkoholkranke ist gut angelaufen. Doch von einem Ende der Verbote hält der zuständige Vize-BM Gruber nichts.

Franz Gruber (Vize-BM, ÖVP): „Es ist klar, dass wir einen gewissen Lenkungseffekt durch die Verbote erzielen konnten.“
© Foto TT / Rudy De Moor

Von Marco Witting

Innsbruck –Knapp 60 Menschen sind es momentan, die beim Zentrum für Alkoholkranke in der Matthias-Schmid-Straße seit einigen Tagen einen Teil ihres Alltags verbringen. „Es läuft sehr gut an“, sagt Vize-BM Franz Gruber über das Projekt, das „in Ruhe gestartet“ ist. Nach zwei Wochen habe es bisher auch keine Probleme mit Anrainern gegeben. Die Situation helfe, so Gruber. Eine endgültige Entflechtung etwa für die Mentlgasse und die Situation dort bedeute es aber noch nicht. „Wir suchen weiter nach einer entsprechenden Einrichtung für Drogenkranke.“ Doch auch nach 19 Standorten, die man besichtigt hat, ist noch keiner gefunden. „Wir sind noch lange nicht am Ziel“, sagt Gruber – der rund um die Mentlvilla der Caritas weiterhin einen „Hotspot“ erkennt.

An ein Ende von Verboten, wie Grüne und FI anlässlich der Beendigung der Koalitionskrise jetzt prioritär behandeln wollen, denkt Gruber nicht. Im Gegenteil. „Es hat sich klar gezeigt, dass wir einen gewissen Lenkungseffekt durch die Verbote erzielen können.“ Das langfristige Ziel könne es durchaus sein, diese „Restriktionen“ wegzubekommen. Allerdings sieht der zuständige Sicherheitsreferent derzeit keine Situation, um die Verbote aufzulösen.

Einen echten Schwerpunkt in der Sozialpolitik will Gruber in den kommenden Wochen und Monaten mit einem eigenen Sozialplan setzen. Die Stadt und die zahlreichen Sozialinstitutionen sollen noch besser und enger zusammenarbeiten. Es soll auch festgeschrieben werden, „wer macht was und wo kommen neue Probleme auf uns zu“, wie Gruber es nennt. Einer dieser Punkte könnte etwa die psychische Gesundheit der Menschen sein. „Hier muss man reagieren.“

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