Große Bayern-Bühne beim Abschied: Hoeneß fühlte sich „sauwohl“

Beim Trainerthema demonstrierte Hoeneß gleich einmal eine neue Form der Zurückhaltung. Bis Weihnachten bleibt Interimscoach Hansi Flick im Amt.

Der neue und der alte Bayern-Präsident: Herbert Hainer übernahm das Amt von Uli Hoeneß.
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München — Mitternacht war längst vorbei, als Uli Hoeneß in sein neues Leben als Ex-Präsident von Bayern München startete. „Ich muss das alles erst verarbeiten. Es war eine emotionale Sache", sagte der 67-Jährige nach der Jahreshauptversammlung des deutschen Rekordmeisters, die eine perfekte Inszenierung war. „Ich habe mich sauwohl gefühlt", so Hoeneß, der die Olympiahalle als Ehrenpräsident verließ.

Dem entsprechenden Antrag, den sein zum nächsten Bayern-Präsidenten gewählter Nachfolger Herbert Hainer gestellt hatte, stimmten die 6.091 anwesenden Mitglieder mit lautem Applaus zu. In der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ehemaligen Adidas-Chef Hainer, der sich nach seiner Wahl ins höchste Vereinsamt „stark berührt" zeigte, demonstrierte Hoeneß gleich einmal eine neue Form der Zurückhaltung beim Trainerthema.

„Vor drei Tagen hätte ich die Frage vielleicht noch beantwortet. Ich fühle mich nicht autorisiert, in der Position, die ich jetzt habe, solche Gedanken zu artikulieren", sagte der Ex-Präsident. Es ging dabei um die Einschätzung der von einem Fan bei der Jahreshauptversammlung gewünschten Rückkehr von Josep Guardiola, der von 2013 bis 2016 Bayern-Trainer war und jetzt bei Manchester City tätig ist und dort noch einen bis 2021 gültigen Vertrag besitzt.

Flick kann sich für höhere Aufgaben empfehlen

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte zuvor in der Versammlung verkündet, dass Niko-Kovac-Nachfolger Hansi Flick mindestens bis zum Jahresende Trainer bleiben werde. Rummenigge stellte sogar eine längere Cheftrainertätigkeit Flicks „darüber hinaus" in Aussicht.

Neo-Präsident Hainer betonte, dass die Trainersuche in erster Linie Aufgabe von Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic sei. „Der Vorstand kümmert sich jetzt um die Sache und wird versuchen, nach bestem Wissen und Gewissen den besten Trainer für den FC Bayern München zu bekommen", sagte der langjährige Adidas-Chef, der mit überwältigender Mehrheit für drei Jahre zum Präsidenten gekürt wurde. „Ich weiß, es ist eine große Aufgabe", sagte der 65-jährige Niederbayer zur Nachfolge von Hoeneß. (APA,dpa)


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