Polizei setzt Tränengas gegen „Gelbwesten“ in Paris ein

In Paris ist es am ersten Jahrestag der Proteste der sogenannten Gelbwesten zu Ausschreitungen mit der Polizei gekommen. Diese setzte im Nordwesten und im Süden der französischen Hauptstadt am Samstag Tränengas ein. 33 Menschen wurden bis zum Vormittag nach Angaben der Polizei festgenommen.

Einige „Gelbwesten“ blockierten zeitweise die wichtige Pariser Ringautobahn im Nordwesten der Hauptstadt. Die Polizei löste die Blockade aber schnell wieder auf, wie der Sender BFMTV berichtete. An touristischen Orten wie dem Eiffel-Turm waren Demonstrationen verboten, zahlreiche Metrostationen waren geschlossen.

Am Wochenende des 17. Novembers 2018 fanden die ersten großen landesweiten Proteste der „Gelbwesten“ in Frankreich statt. Ihre Wut entzündete sich damals an steigenden Spritpreisen - doch schnell wurde ein viel breiterer Protest daraus. Ihren Höhepunkt hatten die Gelbwesten-Proteste Ende vergangenen Jahres als bis zu 300.000 Menschen zunächst gegen Benzinpreiserhöhungen sowie hohe Lebenshaltungskosten und schlussendlich gegen Präsident Emmanuel Macron und dessen Wirtschaftspolitik auf die Straße gegangen waren. Zuletzt ebbte die Bewegung jedoch ab.

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